
Index kann die 10‘000 Punkte nicht halten
Der Swiss Market Index hat in der zurückliegenden Berichtswoche schmerzhafte Verluste erlitten. Notierte der Schweizer Leitindex vor Wochenfrist noch in der Nähe von 10‘000 Zählern, rutschte das Aktienkursbarometer in den vergangenen Handelstagen zeitweise unter die Marke von 9‘600 Punkten. Bereits zum Ende der vorangegangenen Handelswoche brach der SMI dabei aus dem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal nach unten hin aus, womit dieser nun endgültig der Vergangenheit angehört. Dass der Index in Folge des starken Sell-offs zu Beginn der aktuellen Handelswoche zugleich nach unten aus dem Bollinger Band hinausfiel, deutet auf eine kurzfristige, technische Gegenbewegung des SMI in den kommenden Tagen hin. Für dieses Szenario spricht auch der Relative Stärke Index (RSI). Dieser sackte in Folge des starken Abverkaufs in den vergangenen Tagen auf 33 Zähler ab und bewegt sich somit bereits in Schlagweite des überverkauften Bereichs bei 30 und weniger Zählern. Kurzum: Das weitere Abwärtspotenzial des Marktes scheint für den Moment eher gering. Eine Gegenbewegung, welche den Markt zurück in Richtung der Marke von 9‘700 bis 9‘800 Zählern hievt, scheint dagegen zunehmend wahrscheinlich.
Unsere Marktprognosen
Ein Teil des grossen Optimismus, welcher die Aktienkursentwicklung im bisherigen Jahresverlauf prägte, wird derzeit ausgepreist. Die Hoffnung, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China gelöst werden kann, sinkt von Tag zu Tag und die Rezessionsgefahr in Europa steigt zugleich. Auch die laufende Q2-Berichtssaison in der Schweiz kann derzeit keine ausschlaggebenden Kauf-Impulse auslösen – dafür sind die Zahlenwerke schlicht nicht stark genug. Wir raten derzeit von Neu-Investments ab. Stop-Loss-Limiten sollten eng bei 8% bis 10% gesetzt werden.
Konklusion:
Die Abwärtsrisiken sind deutlich gestiegen. Investierte Anleger sichern ihre CHF-Aktienpositionen mit engen Stop-Loss-Limiten ab. Neu-Investments drängen sich gegenwärtig nicht auf.