+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Marktkommentar - SMI

Nach einer kräftigen Verkaufswelle, welche das Marktgeschehen Ende Juni/Anfang Juli prägte, hat die Stimmung sprichwörtlich auf den letzten Drücker nochmals gedreht. Vor gut einer Woche drohte der Markt noch aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten auszubrechen. Ein Szenario, welches durch die wiedererstarkenden Marktbullen jedoch verhindert werden konnte. Sie trieben den Swiss Market Index zuletzt wieder über die 10‘000 Punkte-Marke. Ein Niveau, welches der SMI jedoch nicht ganz halten konnte. Derzeit sehen wir zwei Faktoren, die derzeit die Richtungssuche im SMI erschweren. Einerseits warten zahlreiche Investoren ab, welches geldpolitische Signal die Europäische Zentralbank im Anschluss an ihre Zinssitzung am Donnerstag, 25. Juli, aussendet. Wir richten dabei unseren Blick auch auf den Währungsmarkt. Denn bereits in den letzten Tagen wurde eine geldpolitische Lockerung seitens der EZB in das Währungspaar EUR/CHF eingepreist. Der Franken wertete deutlich auf. EUR/CHF notierte auf dem tiefsten Stand seit gut zwei Jahren. Sollte die EZB ihre Geldpolitik unerwartet stark lockern, halten wir ein Absinken von EUR/CHF in Richtung 1.08 für nicht ausgeschlossen – eine Entwicklung, welche die weitere Konjunkturentwicklung der Schweiz belasten dürfte. Darüber hinaus hemmt derzeit die anlaufende Berichtssaison die weitere Entwicklung an der Schweizer Börse. Denn bis dato konnten die vorgelegten Zahlenkränze die steigenden Rezessionsängste nicht beseitigen. Derzeit deuten die Zahlen bzw. die Ausblicke u.E. eher auf eine sich verschärfende Konjunkturabkühlung hin als auf eine wie auch immer geartete Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Investierte Anleger halten gegenwärtig an ihren Positionen fest und lassen die Gewinne im besten Fall laufen. Für breit angelegte Neu-Investments in den Markt sehen wir aufgrund der geringen Kursfantasie keinen Grund.

Konklusion:
Gegenwärtig erscheint sowohl das kurzfristige Auf- als auch das Abwärtspotenzial im SMI beschränkt. Eine mögliche Frankenaufwertung durch die Geldpolitik der EZB dürfte belasten.