
Anfang April erreichte der Swiss Market Index auf Intraday-Basis das Allzeithoch bei 9‘616 Punkten aus dem Vorjahr. Damit scheinen sich die Marktbullen fürs Erste zufriedenzugeben. Der Schweizer Leitindex tendierte seitdem wieder tiefer und rutschte zeitweise unter den Support um die Marke von 9‘490 Punkten. Abzulesen ist die leichte Trendwende auch beim MACD- sowie beim Stochastik-Indikator. Beide Masszahlen bildeten jüngst teilweise kräftige Verkaufssignale aus. Aus unserer Sicht wäre es nun wichtig, dass die Bullen erneut das Zepter am Markt übernehmen, da sonst eine schärfere Korrektur drohen könnte. Sollte der Index in den kommenden Tagen nachhaltig unter den Support bei 9‘490 Zählern abrutschen, dürfte sich die Korrektur bis auf 9‘340 Punkte fortsetzen. Dort könnten die Bullen in die Gegenoffensive gehen und den Index wieder in Richtung des Allzeithochs und darüber hinaus pushen. Bleibt diese Gegenreaktion hingegen aus, droht dem Swiss Market Index im schlechtesten Fall auf kurze bis mittlere Sicht der Ausverkauf bis auf gut 9‘200 Zähler. Der unmittelbare Verkaufsdruck hat in den vergangenen Tagen jedoch merklich nachgelassen, wie ein Blick auf den Relative Stärke Index (RSI) zeigt. Der RSI notiert aktuell im Bereich um 55 Punkte, womit dieser weder eine überkaufte noch überverkaufte Marktsituation signalisiert.
Unsere Marktprognosen
Die allmählich anlaufende Berichtssaison in der Schweiz wird zum Gradmesser für die fulminante Börsenrallye in den letzten Monaten. Dank der zuletzt deutlich gefallenen Gewinnerwartungen stehen die Chancen zumindest nicht schlecht, dass es einige positive Überraschungen gibt. Essenziell wird jedoch, welchen Ausblick die Unternehmen abgeben. Diese müssen positiv überzeugen, damit der Aktienmarkt in der Schweiz nochmals Rückenwind erhält.
Konklusion:
Die Spannung vor dem Beginn der Q1-Berichtssaison in der Schweiz steigt deutlich. Gewinnmitnahmen im Vorfeld der Zahlen prägen derzeit das Bild an der Börse.