+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - SMI

Nach dem markanten Kursrücksetzer in der Vorwoche scheinen die Anleger zuletzt wieder neuen Mut gefasst zu haben – sie schickten den Swiss Market erneut in Richtung der Marke von 9‘600 Zähler. Es scheint derzeit so, als ob die Anleger den Markt geradezu dazu zwingen wollen, dass Allzeithoch aus dem Jahr 2018 nochmals in Angriff zu nehmen. Der MACD- sowie der Stochastik-Indikator haben zuletzt zumindest Signale ausgebildet, die dafür sprechen, dass der Swiss Market Index in den kommenden Tagen tatsächlich nochmals einen Satz nach oben machen könnte. Der Risikohunger der Anleger scheint zumindest noch intakt. Denn in den vergangenen Handelstagen waren vor allem konjunktursensitive Titel aus dem Technologie-, dem Finanz-, dem Industrie- und dem Luxusgütersegment gesucht. Konservative Aktien aus dem Chemie- oder Pharmasegment, die im ersten Quartal sehr stark performt hatten, waren zuletzt hingegen weniger gefragt. Kurzfristig – darauf deutet zumindest die Charttechnik hin – dürfte der Swiss Market Index das Allzeithoch ins Visier nehmen. Dass der Markt noch etwas Luft nach oben hat, zeigt auch der Relative Stärke Index, welche derzeit bei 64 Punkten notiert. Erst im Bereich bei 70 und mehr Zählern würde eine überkaufte Marktsituation entstehen, die kurzfristige Abverkäufe begünstigt.
Unsere Marktprognosen
Wir erachten die Rallye am Schweizer Aktienmarkt weiter kritisch und aus fundamentalen Gründen nicht gerechtfertigt. Dass jüngst der PMI der Schweizer Industrieunternehmen im März um 5.1 Punkte auf 50.3 Zähler eingebrochen ist, zeigt, dass die Schweizer Wirtschaft zunehmend unter der globalen und besonders unter der Konjunkturflaute in der Eurozone leidet. Der PMI liegt auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2015 und nur noch marginal oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern und markant unter seinem langjährigen Durchschnitt von 55 Punkten. Auch die en gros bestenfalls verhaltenen Unternehmensprognosen rechtfertigen den Optimismus an der Börse nicht.

Konklusion:
Es brodelt unter der Oberfläche. Der Brexit, der Handelskrieg und die globale Konjunkturflaute – all das wird im Moment ignoriert. Wir sondieren derzeit die Möglichkeiten, uns nach unten hin abzusichern.