
Nach einem kleinen Rücksetzer gegen Ende Januar 2019 hat der Swiss Market Index in der zurückliegenden Berichtswoche sein Niveau halten können. Derzeit zeichnet sich ab, dass der Schweizer Leitindex einen Seitwärtstrendkanal ausbildet, der nach oben durch den Widerstand bei rund 9‘050 und nach unten durch den Support bei knapp unter 8‘900 Punkte flankiert wird. Darüber hinaus ergeben die verschiedenen charttechnischen Indikatoren ein gemischtes Bild – ohne klaren Trend. So deutet beispielsweise der MACD-Indikator die Ausbildung eines Verkaufssignals an, wohingegen der Relative-Stärke-Index mit aktuell 61 Punkten bei einer langsam steigenden Tendenz für die Fortsetzung der jüngsten kleinen Aufwärtsbewegung spricht. Wenig einheitlich zeigen sich derzeit auch die Handelsvolumina für den SMI. Diese weisen seit einigen Wochen eine vergleichsweise hohe Schwankungsbreite auf, was unseres Erachtens ein Zeichen für die nach wie vor hohe Unsicherheit auf Seiten der Anleger ist. Insgesamt erscheinen sowohl das Aufwärts- als auch das Abwärtspotenzial des Schweizer Leitindex sehr begrenzt.
Unsere Marktprognosen
Aktuell fehlen unsere Erachtens frische Impulse, die den Schweizer Aktienmarkt nochmals kräftig Schub geben könnten. Die Berichtssaison in der Schweiz verläuft durchwachsen und hat nicht genügend Kraft, um den Markt in der Breite in neue Höhe anzutreiben. Zugleich hemmen die Unsicherheiten rund um einen unregulierten Brexit und der ungewisse Ausgang der Verhandlungen zwischen den USA und China im Handelsstreit die Entwicklung. Grundsätzlich halten wir an unserer tendenziell zurückhaltenden Investitionstätigkeit in der Schweiz fest, sehen aber vor allem bei Unternehmen im Mid- und Small-Cap-Segment attraktive Anlageopportunitäten, wie beispielsweise bei Bobst. In den kommenden Wochen werden wir unser Engagement in der Schweiz wieder leicht ausbauen, von breit angelegten Investmentoffensiven raten wir aber weiter ab.
Konklusion:
Im Mid- und Small-Cap-Segment der Schweizer Börse haben sich einige attraktive Anlageopportunitäten eröffnet. Eine breit angelegte Investmentoffensive drängt sich aber nicht auf.