Rückschlagspotenzial des SMI ist begrenzt
Der Swiss Market Index hat zu Beginn der verkürzten Handelswoche – am Montag waren der Schweizer Handelsplatz wegen des Nationalfeiertags geschlossen – gleich zwei charttechnisch wichtige Ereignisse ausgebildet. Einerseits scheiterte Index daran, die 20-Tage-Durchschnittslinie nach oben hin zu durchbrechen. Andererseits rutschte der Index aus dem Mitte/Ende Juni ausgebildeten kurzfristigen Aufwärtstrendkanal nach unten heraus. Zugleich haben sowohl der Stochastik- als auch der MACD-Indikator jüngst neue Verkaufssignale ausgebildet. Die Vorzeichen, dass sich die jüngste Korrektur fortsetzt, sind somit gegeben. Jedoch halten wir das Abwärtspotenzial für begrenzt. Zum einen dürfte die bisher solide verlaufende Berichtssaison in der Schweiz den Index aus fundamentalen Gründen stützen. Zum anderen hat der SMI im Bereich um 8‘000 Punkte eine starke Supportzone ausgebildet, die die gegenwärtige Abwärtsdynamik deutlich bremsen sollte. Wir führen die gegenwärtige Konsolidierung am Schweizer Aktienmarkt vor allem auf Gewinnmitnahmen nach der ansehnlichen Sommerrallye seit dem Brexit-Votum zurück. Ausgehend vom Brexit-Tief am 27.06. hat der Schweizer Leitindex zwischenzeitlich immerhin über 8% zulegen können. Eine kleine Verschnaufpause war ohnehin angebracht.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Kurzfristig rechnen wir mit einer volatilen Marktphase, die sich jedoch in tendenziell engeren Bahnen vollziehen sollte. Einerseits scheint die Unterstützung bei 8‘000 Punkten derzeit stark genug, um den SMI vor grösseren Rückschlägen zu schützen. Andererseits hat der Swiss Market Index im Bereich um 8‘250 Zählern einen Widerstand ausgebildet, welcher das Upside von Schweizer Aktien beschränkt. Auf mittel- bis langfristige Sicht steigt unser Optimismus für den Schweizer Markt. Der starke Schweizer Franken ist von den Unternehmen längst verdaut und sollte die weitere Entwicklung nicht hemmen. Zudem weisen die ersten vorlaufenden Indikatoren darauf hin, dass die Konjunktur vor allem in den Schwellenländern im Verlauf des zweiten Halbjahres wieder anziehen sollte.
Konklusion:
Kurzfristig dürfte der SMI in eine eng begrenzte Seitwärtsbewegung einschwenken. Mittel- bis langfristig steigt unser Optimismus für Schweizer Aktien.