
Noch hält die starke Supportzone im Bereich um 8‘460 Zähler – allerdings scheinen die Einschläge, die die Standfestigkeit dieser Unterstützungszone testen wollen, immer näher zu rücken. In den vergangenen gut fünf Wochen stiess der Swiss Market Index gesamthaft fünfmal an den Support, prallte bisher jedoch jedes Mal nach oben hin ab. In den kommenden Tagen könnte nun jedoch eine Entscheidung anstehen. Denn ausgehend von der Mini-Rebound-Spitze am 28. Mai dieses Jahres hat der Index eine Abwärtstrendlinie ausgebildet, welche die Erholungsbewegungen in den letzten Wochen immer stärker limitierte.
Die gegenwärtige Richtungslosigkeit – ein vornehmeres Wort für die Achterbahnfahrt in den vergangenen Wochen – widerspiegelt sich auch in der Entwicklung der beiden statistischen Masszahlen: Sowohl der MACD- als auch der Stochastik-Indikator konnten keinerlei stabile Handelssignale ausbilden. Zwar schlug das Pendel je nach Richtung des Marktes aus, um am Folgetag wieder umzukehren. Es gibt jedoch auch eine Entwicklung, die uns Mut macht. Als der Markt Ende der vorigen Handelswoche anzog, sprangen die Marktteilnehmer schnell auf den Zug auf – das Handelsvolumen stieg an diesem Tag im Vergleich zu den eher schlechten Vortagen deutlich an. Ein ermutigendes Zeichen. Die Investoren warten auf eine günstige Gelegenheit, um wieder in den Markt einzusteigen. Entsprechend könnte eine kurzfristige Rallye stark und schnell vor sich gehen.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die Stimmung bleibt auf kurz- bis mittelfristige Sicht trübe. Einzelne starke Gewinntage im Swiss Market Index sollten darüber nicht hinwegtäuschen. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China/Europa, die sich eintrübende Stimmung in der Wirtschaft, eine sehr ungewisse Q2-Berichtssaison sowie steigende Zinsen und Ölpreise sind nicht gerade der Boden für eine Preisrallye bei Risikoassets. Wir erwarten, dass vor allem die in wenigen Wochen anlaufende Berichtssaison für das zweite Quartal den Verkaufsdruck an der Schweizer Börse nochmals erhöhen könnte. Die Gewinnwarnungen in den letzten Wochen sind ein deutliches Warnzeichen dafür, dass die Wirtschaft weltweit nicht mehr so rund läuft. Wir sehen keinen Grund, weswegen gerade Schweizer Firmen davon nicht betroffen sein sollten.
Konklusion:
Sichern Sie Ihre Gewinne mit engen Stop-Loss-Limiten ab. Aus unserer Sicht sollten ausgestoppte Positionen nicht neu aufgefüllt werden. Cash ist gegenwärtig King.