+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - SMI

Ende der vorangegangenen Woche schien die Erholung an der Schweizer Börse schon erledigt zu sein. Angetrieben von guten Quartalszahlen, der Hoffnung, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China doch noch auf diplomatischem Weg gelöst werden kann und die Entspannung im Korea-Konflikt haben dem Markt aber neues Leben eingehaucht. Der Leitindex SMI konnte in der zurückliegenden Berichtswoche zunächst die 20-Tage-Durchschnittslinie nachhaltig überspringen und auch den Widerstand bei 8‘800 Punkten hinter sich lassen. Die markante Stimmungsaufhellung widerspiegelt sich vor allem im Stochastik-Indikator, der zuletzt ein kräftiges Kauf-Signal ausgebildet hat. Auch wenn sich das Sentiment kurzfristig deutlich positiver gestaltet als noch vor wenigen Wochen, so hat der Swiss Market Index auf mittelfristige Sicht noch keine grundlegende Trendwende einleiten können. So notiert der Schweizer Leitindex nach wir vor deutlich unter der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie – erst ein Sprung über diese Marke, die derzeit bei knapp 9‘000 Punkten verläuft, würde ein mittelfristiges Kauf-Signal darstellen.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Wir gehen davon aus, dass die Stimmungsaufhellung am Schweizer Markt kurzfristig Bestand haben kann. Dennoch will bei uns keine Euphorie aufkommen. Denn die grossen Belastungsfaktoren wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, andere geopolitische Krisen, aber auch die bestehenden Inflations- und Zinsängste oder die sich abzeichnende Konjunkturabkühlung sind für den Moment zwar in den Hintergrund gerückt, schwelen unter der Oberfläche aber weiter. Sie könnten sich im weiteren Verlauf des Jahres noch als Spielverderber entpuppen. Dies gilt für alle von uns beobachteten Märkte. Angesichts dessen halten wir an unserer defensiven Anlagestrategie fest – Gewinnsicherung und Risikominimierung stehen weiter ganz oben auf der Agenda. Dennoch halten wir uns die Option offen, unsere Portfolios punktuell mit kurz- bis mittelfristig aussichtsreichen Titeln zu ergänzen.
Konklusion:
Auch wenn sich die Stimmung zuletzt aufgehellt hat, können wir noch keine grundsätzliche Entwarnung geben. Wir halten an unserer defensiven Anlagestrategie vorerst fest.