
Nach den Chaostagen in den zurückliegenden gut zweieinhalb Wochen hat der Swiss Market Index zuletzt erste Stabilisierungstendenzen ausgebildet. Der fast widerstandslose Fall konnte zwar erst im Bereich um die Supportzone bei 8‘700 Zählern aufgehalten werden, jedoch zog der Index in den vergangenen Handelstagen wieder an, womit die wichtige Unterstützungslinie im Bereich um 8‘800 Zähler zurückerobert werden konnte. Der Schweizer Leitindex rutschte in Folge des Sell-Offs unter die charttechnisch wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie, was als negatives Vorzeichen für die kurz- bis mittelfristigen Aussichten für den SMI gewertet werden muss. Zwar gehen wir davon aus, dass der Swiss Market Index in den kommenden Tagen eine Gegenkorrektur einleitet. Im Rahmen dieser Bewegung muss es den Bullen jedoch gelingen, die 200-Tage-Marke nach oben hin zu durchbrechen, was ein mittelfristiges Kaufsignal auslösen würde. Scheitert der Markt hingegen an dieser Marke, müssen sich Anleger auf weitere Kursverluste einstellen. Dass die Lage weiter sehr labil ist, lässt sich auch vom Stochastik- und MACD-Indikator herleiten. Beide Masszahlen konnten trotz der jüngsten Stabilisierungstendenzen keine grundlegende Trendwende signalisieren. Zudem scheinen die Anleger im höchsten Masse verunsichert. Denn selbst an den Erholungstagen blieben die Handelsvolumina deutlich hinter jenen an den Verkaufstagen zurück.
Der Relative-Stärke-Index macht uns hingegen kurzfristig Mut. Der Stimmungsindikator rutschte Anfang Februar deutlich in den überverkauften Bereich ab und startete jüngst eine Erholung, die die Masszahl bereits wieder über die Marke von 30 Zählern gehievt hat. Gemäss Theorie ist dies ein kurzfristiges Kaufsignal.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die starken Kursverluste haben die Anleger massiv verunsichert. Dies dürfte die kurz- bis mittelfristige Entwicklung des SMI deutlich hemmen. Wir fürchten, dass die Korrektur noch nicht gänzlich beendet ist. Vor allem, wenn es dem Index nicht gelingt, die 200-Tage-Linie zurückzuerobern, drohen weitere Verluste. Anleger sollten trotz der jüngsten Verwerfungen Ruhe bewahren und nicht in hektisches Umschichten verfallen.
Konklusion:
Der SMI hat während der Chaostage wichtige charttechnische Marken gerissen. Den Bullen muss es nun gelingen, den SMI wieder über die 200-Tage-Linie zu hieven. Misslingt dies, drohen weitere Verluste.