+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - Eurostoxx50

Die Erholungsrallye nach dem Brexit-Schock ist ausgelaufen
Die Sommerrallye an den europäischen Aktienmärkten ist passé. Der Eurostoxx50 ist in der zurückliegenden Berichtswoche nachhaltig aus dem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal gerutscht und bewegt sich seither in einem engen Band oberhalb der 3‘000-Punkte-Marke. Zugleich testete der Index in den vergangenen Tagen mehrfach die 20-Tage-Durchschnittslinie, prallte jedoch regelmässig nach oben hin ab – dies ist aus unserer Sicht ein Zeichen dafür, dass der Eurostoxx50 im Bereich um die Marke von 3‘000 Zählern einen kräftigen Boden ausgebildet hat. Das Abwärtspotenzial erscheint uns somit vergleichsweise klein. Die Handelsvolumen haben sich zuletzt nochmals verkleinert – einerseits dürften noch zahlreiche Teilnehmer ihre letzten Ferientage geniessen. Andererseits fehlt es derzeit schlicht an Impulsen, die die Anleger wieder an den Markt holen könnten. Die Berichtssaison für das zweite Quartal 2016 ist gelaufen, nun heisst es warten, was die nächsten Konjunkturdaten bringen. Die fehlende Dynamik spiegelt sich auch im Stochastik- sowie im MACD-Indikator wider, die keine neuen Signale ausgebildet haben.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Kurzfristig spricht vieles dafür, dass die Erholungsrallye nach dem Brexit-Schock ausgelaufen ist und die europäischen Aktienmärkte kurzfristig wenig Bewegung aufweisen werden. Allerdings sollten Investoren beachten, dass der Börsenmonat September gemeinhin als schlecht gilt, was auch Statistiken teilweise belegen. Dies könnte den Auftakt zu einer ansehnlichen Jahresendrallye darstellen. Denn zahlreiche Institutionelle dürften den September nutzen, um sich neu zu positionieren und die bis dato eingefahrenen Kursverluste bis zum Jahresende zumindest zu verkleinern. Dies spricht für eine zunehmende Risikoneigung unter Investoren. Entsprechend sollten sich private Investoren bereits in Stellung bringen, um den Zug nicht zu verpassen. In den kommenden Wochen sollten Anleger darüber hinaus die Konjunkturdaten aus den USA, Europa und China im Auge behalten.
Konklusion
:
Wir erwarten, dass die europäischen Aktienmärkte kurzfristig wenig Dynamik aufweisen werden. Allerdings könnte sich das Bild bald ändern und eine Jahresendrallye setzt ein.