+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - Eurostoxx50

Märkte schieben eine Ladung an Problemen vor sich her
Noch ist der Schock über das britische Brexit-Votum an Europas Börsen nicht verdaut. Aktuell liegt der Eurostoxx50 gut 3% unter dem Stand am Wahltag in Grossbritannien (23.06.). Dennoch ist die jüngste Erholung ermutigend. Zu Wochenbeginn stoppte der Putschversuch in der Türkei die Erholungsbewegung zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn abermals scheiterte der Index an einer charttechnisch wichtigen Marke. Wie schon im April, im Mai und im Juni scheiterte der Index daran, die Ende November ausgebildete abwärtsgerichtete Trendlinie nach oben hin zu durchbrechen. In den zurückliegenden Monaten folgte den vergeblichen Ausbruchsversuchen stets eine markante Talfahrt. Aus chattechnischer Sicht scheint das aktuelle Abwärtspotenzial aber beschränkt. Denn während der Index bei den vorangegangenen Ausbruchsversuchen stets auch das obere Bollinger Band touchierte, liegt dieses derzeit noch deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Entsprechend ist der technische Verkaufsdruck tiefer. Enttäuschend entwickelten sich zuletzt aber die Handelsvolumina. Diese sanken zu Beginn der Berichtswoche deutlich.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Der erste Schock über das britische Brexit-Votum ist mehr oder weniger von den Marktteilnehmern verdaut. Dennoch heisst es aus unserer Sicht weiter Vorsicht walten lassen. Die wirtschaftlichen Folgen des Brexit dürften sich in den kommenden Wochen deutlicher darstellen und Rückschlüsse über die Auswirkungen auf die europäische Konjunkturentwicklung liefern. Wir bleiben daher sehr zurückhaltend, was Investments in europäische Aktien betrifft und warten die kommende Berichtssaison in Europa ab. Die Unternehmensprognosen sollten Hinweise darauf liefern, in welchem Umfang der Brexit die Geschäftstätigkeit in Europa dämpfen könnte. Neben dem Brexit belastet zudem die Schieflage der italienischen Banken die Stimmung auf dem Börsenparkett. Wir halten an unserer bisherigen Empfehlung fest – Investoren sollten Aktien aus dem Euroraum untergewichten.
Konklusion:
Angesichts der weiter bestehenden Unsicherheiten in Europa halten wir die jüngste Erholungsbewegung in Europa für nicht nachhaltig.