
Die geopolitischen Spannungen, der starke Euro und die Unsicherheiten bezüglich der geldpolitischen Ausrichtung der Europäischen Zentralbank – es ist eine Gemengelage, welches die Entwicklung an den Börsen der Eurozone deutlich dämpft. Abzulesen ist dies auch an den anhaltend tiefen Handelsvolumina, die sich trotz des Endes der Sommerferien auf einem verdächtig tiefen Niveau bewegen und jüngst sogar deutlich unter dem ohnehin tiefen Mittel der vergangenen 20 Handelstage lag. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich zahlreiche Anleger derzeit in einer Art Lauerstellung befinden, um den richtigen Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg in den Markt abzupassen. Aus charttechnischer Sicht spitzt sich die Lage beim Euro Stoxx50 zu – sofern in den kommenden Tagen nicht ein Ausbruch nach oben hin ansteht. Denn der Index bewegt sich seit Wochen in der immer enger werdenden Spanne zwischen der 20-Tage-Durchschnittlinie bei 3‘440 Zählern und der 200-Tage-Durchschnittslinie bei 3‘400 Punkten. Gelingt dem Index der nachhaltige Ausbruch über die 20-Tage-Linie nach oben, so dürfte der Index in der Folge den Ausbruch aus dem seit Mai laufenden Abwärtstrend in Angriff nehmen. Misslingt dieser Ausbruch und rutscht der Index nachhaltig unter die sich nähernde 200-Tage-Durchschnittslinie, so wäre dies aus charttechnischer Sicht ein kräftiges Verkaufssignal. Der Index könnte im Falle eines solchen Szenarios bis auf gut 3‘200 Punkte absacken. Jenes Niveau, dass dem Index als Basis für die zwischen Februar bis Mai laufende Rallye diente.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Am Euro Stoxx50 könnte in den kommenden Tagen die Entscheidung fallen, ob sich die laufende Konsolidierung fortsetzt bzw. sogar nochmals beschleunigt oder ob der Index zu einer kräftigen Gegenbewegung ansetzt. Anleger sollten die kommenden Handelstage entsprechend mit Argusaugen beobachten und sich mit entsprechenden Stop-Loss-Limiten gegen übermässige Verluste bei Aktien aus der Eurozone absichern.
Konklusion:
Der September könnte seinem Ruf als einer der schlechtesten Börsenmonate gerecht werden. Aus charttechnischer Sicht läuft der Markt auf eine Entscheidung zu. Sichern Sie ihre Aktienpositionen ab!