+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - Euro Stoxx50

Der europäische Leitindex Euro Stoxx50 hat sich auch in der zurückliegenden Berichtswoche nicht aus dem Klammergriff der Marktbären befreien können. Zuletzt rutschte der Index sogar wieder unter die 20-Tage-Durchschnittslinie, was kurzfristig weitere Kursverluste zumindest nicht unwahrscheinlich erscheinen lässt. Zudem droht der Index zugleich erneut unter die Abwärtstrendlinie zu rutschen, die der Euro Stoxx50 zwischen Ende Januar und Mitte März andeutet. Die Trendlinie ist zwar nur schwach ausgebildet, liefert jedoch einen Hinweis darauf, dass die Lage an den europäischen Aktienmärkten sehr labil ist.
Wir halten es aufgrund des charttechnischen Gesamtbildes in den kommenden Handelstagen für zunehmend wahrscheinlich, dass der Markt erneut das Doppel-Tief (Februar/März) im Bereich um 3‘325 Punkte testen könnte. Sollte der Index dabei unter diese Marke rutschen, so scheinen uns weitere markante Kursverluste wahrscheinlich. Die nächste grösser Supportzone unterhalb des jüngsten Doppel-Tiefs orten wir erst wieder im Bereich zwischen 3‘200 bis 3‘230 Zählern.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die anhaltenden Inflations- und Zinsängste dies- und jenseits des Atlantiks, der zunehmend wahrscheinlicher werdende Handelskrieg zwischen den USA und vor allem China und weniger positiv ausgeprägte Konjunkturindikatoren haben zu einer Rückkehr der Risikoaversion auf Seiten der Anleger geführt. Entsprechend bleibt das charttechnische Bild des Euro Stoxx50 trübe. Der erneute Bruch der 20-Tage-Durchschnittslinie signalisiert auf kurze Sicht weitere Verlusttage. Viel schwerer wiegt jedoch die Tatsache, dass sich der Markt gut 100 Punkte von der 200-Tage-Durchschnittslinie entfernt hat und somit auf ein mittelfristig getrübtes Marktumfeld hindeutet. Erst ein Sprung über diese charttechnisch wichtige Marke wäre aus unserer Sicht ein mittelfristiges Kaufsignal. Aufgrund dieser Unsicherheiten sind wir in den zurückliegenden Wochen zu einem aktiveren Depotmanagement übergegangen und werden dies in der kommenden Zeit weiter forcieren.
Konklusion:
Die Konsolidierung an den europäischen Aktienmärkten ist unseres Erachtens noch nicht vorbei. Derzeit überwiegen die Downside-Risiken.