
Die Konsolidierung ist – wie in der vergangenen Ausgabe in Aussicht gestellt – beendet. Der Euro Stoxx50 bildet gegenwärtig im Bereich um 3’550 bis 3’580 Zählern einen Boden aus, von dem aus der Index in den verbleibenden Wochen nochmals einen Angriff auf das Jahreshoch bei 3’690 Punkten starten könnte. Für diese These spricht, dass der Stochastik-Indikator zuletzt ein Kaufsignal ausgebildet hat und auch der MACD-Indikator derzeit an der Ausbildung eines solchen Signals «hinarbeitet». Aus charttechnischer Sicht und aufgrund der diesjährigen Entwicklung kann zugleich aber nicht ausgeschlossen werden, dass der Index in den kommenden Tagen nochmals tiefer tendiert. Denn der Euro Stoxx50 scheiterte zuletzt daran, die kurzfristig wichtige 20-Tage-Linie nach oben hin zu durchbrechen, wodurch der Abgabedruck steigen könnte und der Index bis in den Bereich des unteren Bollinger Bandes zurückgeworfen werden könnte. Dieses liegt derzeit in etwa auf der Höhe der 200-Tage-Durchschnittslinie. Spätestens dort sollten die Bullen jedoch wieder die Oberhand gewinnen und den Markt in eine kräftige Jahresendrallye führen. Eine ähnliche Entwicklung konnte man im Sommer dieses Jahres beobachten. Auch damals markierte der Test der 200-Tage-Linie den Auftakt zu einer spätsommerlichen, kräftigen Rallye. Entsprechend sollten Investoren auch im Fall eines erneuten Rückschlags ruhige Hand bewahren.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Auch wenn kurzfristig ein neuerlicher Rückschlag im Euro Stoxx50 drohen könnte, bleiben wir über den gesamten Anlagehorizont für Aktien aus der Eurozone optimistisch. Die Wachstumstrends sind ansprechend und sollten aufseiten der Unternehmen auch 2018 zu einer deutlichen Umsatz- und Gewinnausweitung führen. Zugleich erwarten wir, dass der USD gegenüber dem Euro in der ersten Jahreshälfte wieder an Stärke zulegen kann, was wir vor allem auf die geldpolitische Divergenz zurückführen. Damit sollten negative Währungseffekte wieder kleiner werden.
Konklusion:
Aktien aus der Eurozone bleiben unsere erste Wahl. Wir blicken optimistisch ins Jahr 2018, wobei der Aufwärtstrend an der Börse weniger dynamisch ausfallen dürfte als im laufenden Jahr.