
Die Märkte in der Eurozone haben sich in der zurückliegenden Berichtswoche eine leichte Verschnaufpause gegönnt – nach der starken Performance in den Vorwochen eine wenig überraschende Entwicklung. Zumal der europäische Leitindex im Zuge der starken Kursavancen aus dem Bollinger Band nach oben hin ausbrach und sich gut eineinhalb Wochen oberhalb des Bandes halten konnte. Daher erscheint die gegenwärtig laufende leichte Korrektur nur logisch. Wir erwarten, dass sich die Konsolidierung noch einige Tage hinziehen könnte – darauf deutet auch die Entwicklung des Stochastik-Indikators hin, welcher zuletzt ein Verkaufssignal ausgebildet hat. Das Abwärtspotenzial des Aktienkursbarometers erscheint uns jedoch sehr begrenzt. Die 20-Tage-Durchschnittslinie, die gegenwärtig im Bereich um 3‘640 Punkten liegt, sowie das Mai-Hoch bei knapp 3‘650 Zählern sollten das abwärtsgerichtete Potenzial begrenzen. Insgesamt bleibt das Gesamtmarktumfeld gut. Die robuste Konjunkturentwicklung, die ansprechend verlaufende Berichtssaison und die weiter lockere Geldpolitik der EZB stützen die Aktienkurse auf mittelfristige Sicht.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Auf kurz- bis mittelfristige Sicht dürften die Aktienkurse in Europa weiter steigen. Die Dynamik dürfte jedoch abnehmen und Phasen mit verstärkten Gewinnmitnahmen können die Stimmung temporär trüben. Dennoch sprechen die Rahmenbedingungen dafür, dass der Euro Stoxx50 bis zum Jahresende noch den einen oder anderen Rendite-Prozentpunkt hinzugewinnen wird. Wir erwarten, dass der europäische Leitindex in den kommenden Wochen noch bis in den Bereich zwischen 3‘700 bis 3‘750 Zähler vordringen kann. Auf mittel- bis langfristige Sicht nehmen wir unseren Optimismus etwas zurück und gehen nach der starken Performance im laufenden Jahr nur noch verhalten optimistisch ins neue Jahr. Viele positive Aspekte, welche die Konjunkturentwicklung im Jahr 2018 beeinflussen sollten, erscheinen uns zu einem grossen Teil in den Aktienkursen enthalten.
Konklusion:
Das Börsenumfeld bleibt gut. Jedoch dürften vermehrt Gewinnmitnahmen und eine weniger dynamische Aufwärtsbewegung das mittelfristige Bild an den Börsen prägen.