+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - Euro Stoxx50

Tina und Fomo treiben die Märkte an
Erstmals seit dem Jahr 2008 ist der europäische Leitindex über die Marke von 3‘800 Punkten gestiegen. Trotz der Rallye im Jahr 2019 und zu Beginn des Jahres 2020 liegen die Rekordhochstände noch immer in weiter Ferne. Im Jahr 2003 erklomm der Index am 1. April mit 5‘303 Punkten ein Allzeithoch. Zwar stieg der Index im Zuge der Nuller-Jahre nochmals auf mehr als 4‘500 Punkte im Jahr 2007 – die danach ausbrechende Finanzkrise machte aber die Kursgewinne zwischen 2003 bis 2007 zunichte. Bereits mit dem Sprung über die Marke von 3‘750 Zählern hat der europäische Leitindex eine wichtige Hürde überwunden – von dieser Marke prallte der Euro Stoxx50 in den Jahren 2015 und 2017 jeweils nach unten hin ab. Mit dem Sprung über die Hürde steht einem Anstieg in Richtung des 2007er Hoch kein grösseres Hindernis mehr im Weg – zumindest aus charttechnischer Sicht. Um diesen Ausbruch aber zu bestätigen, müsste sich der Euro Stoxx in den kommenden Tagen oberhalb der Marke von 3‘800 Punkten festsetzen. Dies ist dem Index noch nicht geglückt, weswegen aus technischer Sicht noch immer das Risiko eines neuerlichen Schwächeanfalls besteht. Allerdings besteht aus charttechnischer Sicht keine unmittelbare Korrekturgefahr – zumindest wenn man den Relative-Stärke-Index RSI zugrunde legt. Dieser verläuft derzeit bei 56 Zähler und liegt damit deutlich unter einem zur Vorsicht mahnenden Niveau.
Unsere Marktprognose
Auch wenn wir davon ausgehen, dass die europäische Konjunktur bestenfalls leicht anzieht und die Unternehmensumsätze und -gewinne nur im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen, erscheint uns das Umfeld für Euro-Aktien durchaus noch intakt. Wobei wir einmal mehr unser Lieblingspaar als treibende Kraft sehen: Tina und Fomo. Tina steht für „There is no alternative (to equity)“ und Fomo für „Fear of missing out“ (die Angst der Anleger, einen Wachstumstrend zu verpassen). Allerdings sollten Anleger nicht sorglos werden, sondern die Risiken im Auge behalten. Aktien sind mittlerweile vielerorts sehr hoch bewertet – das Rückschlagspotenzial ist riesig.

Konklusion:
Derzeit werden die Aktienmärkte von zwei Faktoren angetrieben, die in der Wahrnehmung jedoch eher fragil erscheinen. Anleger sollten die Risiken nicht aus den Augen verlieren!