
Die ausgeprägte Erholung seit dem Jahreswechsel 2018/19 ist fürs Erste ausgelaufen. Schwache Konjunktur- und Stimmungsdaten aus der Eurozone und eine inverse Zinskurve in den USA – ein Warnsignal einer bevorstehenden Rezession – haben den Euro Stoxx50 zum Ende der vorangegangenen Handelswoche deutlich belastet. Der Index rutschte in Folge des Abverkaufs nachhaltig aus dem Ende Dezember 2018 ausgebildeten Aufwärtstrendkanal und notiert aktuell nur noch wenige Punkte über der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Durchschnittslinie. Wir gehen davon aus, dass der Markt in den kommenden Tagen die Belastbarkeit dieser Marke nochmals testen wird. Sollte der Euro Stoxx50 nach unten ausbrechen, so wäre der Weg für weitere, markante Verluste offen. Im schlechtesten Fall könnte der Euro Stoxx50 binnen weniger Handelstage auf gut 3‘100 Punkte rutschen – erst dort orten wir eine kräftige Supportzone. Der zuletzt deutlich gestiegene Verkaufsdruck widerspiegelt sich auch im MACD- sowie dem Stochastik-Indikator. Beide Trend-Barometer haben zuletzt neue Verkaufssignale ausgebildet.
Unsere Marktprognosen
Berechnungen eines deutschen Magazins deuten darauf hin, dass allein die DAX-Unternehmen planen, auf absehbare Zeit gut 100‘000 Arbeitsplätze abzubauen. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Konjunktur praktisch zum Erliegen gekommen ist. Auch die Daten aus anderen europäischen Ländern senden derzeit deutliche Anzeichen einer markanten Abkühlung aus. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ist zuletzt nochmals gestiegen. Aktuell sehen wir diese bei etwa 35% bis 40%. Wir halten entsprechend an unserer bisherigen Strategie fest. Gewinnmitnahmen geniessen Priorität.
Konklusion:
Die Konjunktur in Europa verliert immer mehr an Schwung. Am Aktienmarkt widerspiegelt sich diese Verlangsamung jedoch noch nicht. Nehmen Sie die Gewinne mit!