
Der europäische Leitindex Euro Stoxx50 hat – etwas widererwartend – auch in der zurückliegenden Berichtswoche seine starke Aufwärtsbewegung unverändert fortgesetzt. Wir bleiben mit Blick auf das charttechnische Bild jedoch skeptisch und erwarten, dass der Euro Stoxx50 vor einer bevorstehenden Korrekturphase steht. Einerseits bewegt sich der Index nunmehr seit mehr als sieben Handelstagen entlang des oberen Bollinger Bandes, was per se schon für eine kurzfristige Korrektur spricht. Andererseits steht der Index nun direkt vor der 200-Tage-Durchschnittslinie. Ein Ausbruch nach oben, so das Lehrbuch, würde ein starkes Kaufsignal darstellen und auf eine mittelfristige Fortsetzung des aktuellen Trends hindeuten. Auf Grundlage der fundamentalen Daten von der Konjunkturfront und der nach wie vor hohen politischen Unsicherheiten wäre eine solche Aufwärtsbewegung zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber in keiner Weise zu rechtfertigen. Selbst wenn dem Euro Stoxx50 der Sprung über die 200-Tage-Durchschnittslinie in den kommenden Handelstagen gelingen sollte, werten wir dies als Fehlsignal. Auch der Relative-Stärke-Index mahnt mittlerweile deutlich zur Vorsicht. Der Index beläuft sich aktuell auf mehr als 68 Punkten und ist somit in unmittelbare Nähe zum „überkauften“ Bereich von 70 und mehr Punkten vorgedrungen.
Unsere Marktprognosen
Wir bereiten uns auf eine deutliche Korrektur an den europäischen Aktienmärkten vor. Entsprechend sollten Investoren ihre Euro-Aktienpositionen mit engen Stop-Loss-Limiten von rund 7% unter dem aktuellen Kursniveau absichern und zugleich Wiedereinstiegsszenarien skizzieren. Wir erwarten, dass eine Korrektur den Markt hart treffen und den Index in den Bereich um 3‘100 Punkte zurückwerfen könnte.
Konklusion:
Wir bereiten uns auf eine Korrektur an den europäischen Aktienmärkten vor. Diese erscheint uns angesichts der zu starken Performance seit dem Jahreswechsel überfällig.