+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - Euro Stoxx50

Die Erholungsbewegung an den Börsen in der Eurozone steht nach wie vor auf einem dünnen Fundament. Zwar konnte der Euro Stoxx50 zunächst bis in die Nähe der 3‘100-Punkte-Marke vordringen. Dort setzten die Marktbären jedoch den Aufwärtstrend fürs erste ausser Kraft. Wir sind daher nach wie vor überzeugt, dass die seit Ende 2018 gesehenen Kursgewinne nicht mehr als eine kleinere Bärenmarktrallye waren. Dem Euro Stoxx50 ist es damit einmal mehr nicht gelungen, ein starkes Kaufsignal auszubilden. Dies wäre erst der Fall gewesen, wenn der europäische Leitindex die Abwärtstrendlinie „3“ nachhaltig übersprungen hätte. Grundsätzlich bleibt das Aktienmarktumfeld in Europa schwach. Die Unsicherheiten in Bezug auf den britischen EU-Austritt dürften sich nach dem „Nein“ des britischen Parlaments zum Brexit-Deal weiter verschärft haben. Die Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Brexit Ende März dieses Jahres ist deutlich gestiegen. Es ist gegenwärtig völlig unklar, wie es nun mit dem Brexit weitergehen soll – ein Belastungsfaktor für die europäischen Aktienmärkte. Hinzu kommt, dass die jüngsten Konjunkturdaten aus China ein deutliches Warnsignal für Europa sind. Die Im- und Exporte des fernöstlichen Landes sind zuletzt überraschend stark eingebrochen. Vor allem für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind dies schlechte Nachrichten.

Unsere Marktprognosen
Wir bleiben mit Blick auf die europäischen Aktienmärkte sehr zurückhaltend. Die anlaufende Q4-Berichtssaison dürfte angesichts der globalen Konjunkturverlangsamung schwach ausfallen, was an den Märkten u.E. nur teilweise eskomptiert wurde. Wir halten es daher für wahrscheinlich, dass die Aktienmärkte für neuerliche Rückschläge sehr anfällig bleiben. Der Euro Stoxx50 könnte kurzfristig erneut das 2018er-Tief bei unter 3‘000 Zählern testen. Strategische Langfrist-Investments drängen sich daher noch nicht auf.

Konklusion:
Die Stimmung an den europäischen Handelsplätzen bleibt gedrückt. Wir rechnen mit einer schlechten Q4-Berichtssaison. Die Märkte bleiben für neuerliche Rückschläge höchst anfällig.