
Die Erholung an den europäischen Aktienmärkten hat in der zurückliegenden Berichtswoche nochmals an Schwung gewonnen. Im Zuge der Erholung konnte der Euro Stoxx50 jüngst die exp. 200-Tage-Durchschnittslinie nach oben hin durchbrechen, was aus charttechnischer Sicht ein starkes, mittelfristiges Kurssignal ist. Bemerkenswert ist dabei, dass die Handelsvolumina nach eher mauen Umsätzen in den Vorwochen, zuletzt wieder deutlich zugenommen haben. Ein Hinweis darauf, dass zahlreiche Investoren neuen Mut gewonnen haben und in den nach wie vor tiefen Kursniveaus einen günstigen Einstiegspunkt sehen. Die sich wieder aufhellende Stimmung spiegelt sich auch im MACD- sowie im Stochastik-Indikator wider, die beide ihre zuvor ausgebildeten Kaufsignale auch in der zurückliegenden Berichtswoche bestätigen konnten. Insgesamt hat der Euro Stoxx50 mit der seit Ende März laufenden Erholung den Performance-Rückstand gegenüber dem amerikanischen S&P500-Index vollständig aufgeholt. Notierte der Euro Stoxx50 Ende März im Jahrestief fast 7% tiefer als zum Jahresbeginn, bewegt sich der Index mittlerweile wieder oberhalb der Nulllinie. Der S&P500 weist derzeit sogar eine leichte Minus-Performance auf.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die Anleger haben in den zurückliegenden Wochen neuen Mut gewonnen. Eine Entwicklung, die den europäischen Aktienmarkt auch in den kommenden Tagen prägen dürfte. Allerdings bleibt die Gesamtlage an den Börsen weiter labil. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schwelt im Hintergrund weiter und die Konjunkturaussichten haben sich in den letzten Wochen deutlich eingetrübt – zwei Faktoren, die unseres Erachtens das Potenzial haben, die laufende Erholung zu bodigen. Entsprechend halten wir uns unserer eingeschlagenen Strategie fest und raten von breit angelegten Euro-Investments noch ab.
Konklusion:
Der Sprung über die 200-Tage-Durchschnittslinie ist ein starkes Kaufsignal. Wir halten an unserer defensiven Ausrichtung vorerst fest und warten auf die Bestätigung dieser scheinbaren Trendwende.