
Der Euro Stoxx50 hat in den vergangenen gut drei Wochen nochmals Schwung genommen, um das 52-Wochen-Hoch, das der europäische Leitindex Anfang November 2017 bei 3‘697 Punkten ausgebildet hatte, in den kommenden Handelstagen zu überwinden. Der Relative Stärke Index hat – nach einer kurzen Verschnaufpause – in der zurückliegenden Woche wieder deutlich zulegen können und bewegt sich mittlerweile bei fast 66 Punkten. Damit liegt die Masszahl zwar in einem hohen Bereich, aber noch unter der Marke von 70 Punkten, die auf den Beginn einer überkauften Marktsituation hindeutet. Zum Vergleich: Beim S&P500 liegt der RSI bei satten 83.9 Zählern. Insgesamt hinterlässt der Index ein charttechnisch intaktes Kursbild. Nachdem der Index Anfang 2018 die 200-Tage-Durchschnittslinie touchierte und mustergültig nach oben abprallte, befindet sich der Index in einem stabilen Aufwärtstrend. Sowohl der MACD- als auch der Stochastik-Indikator widerspiegeln diese positive Entwicklung in den vergangenen Wochen. Erfreulich ist zudem, dass die Handelsvolumina in der zurückliegenden Berichtswoche gestiegen sind. Ein Hinweis darauf, dass sich der positive Markttrend in den kommenden Tagen weiter festigen könnte.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die anlaufende Berichtssaison in Europa sollte weitere Kaufargumente liefern und die generell positive Marktentwicklung weiter antreiben. Wir rechnen mit guten bis sehr guten Quartalszahlen europäischer Unternehmen und ansprechenden Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2018. Für einen zusätzlichen Kursschub könnte zudem EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag nach der ersten Ratssitzung in diesem Jahr sorgen. Wir erwarten, dass er Spekulationen über eine bevorstehende Zinserhöhung der EZB einen Riegel vorschiebt, was den zuletzt tendenziell stärker werden Euro wieder schwächen und den Aktienkursen in der Eurozone Auftrieb geben sollte.
Konklusion:
Wir halten an unserem Rating fest und empfehlen, europäische Aktien über den gesamten Anlagehorizont überzugewichten. Wir rechnen mit einem anhaltend positiven Aktienmarktumfeld.