
Das amerikanische Technologieunternehmen dürfte nur den wenigsten Anlegern bekannt sein. Doch das könnte sich schon bald ändern. Denn Synaptics besitzt unseres Wissens als einziges Unternehmen eine funktionsfähige Lösung, um den sog. Fingerprint-Scanner in den Touchscreen zu integrieren (ohne den sog. Home Button). Vor allem bei den sog. Egde-to-Edge-Displays, wie es zum Beispiel bei Samsung zum Einsatz kommt, ist die Technologie von Synaptics gefragt. Denn bisher brauchte der Fingerprint-Scanner einen gesonderten physischen Bereich (Home-Button). Mit der Synaptics-Schnittstelle würde diese Notwendigkeit wegfallen. Auf dem Börsenparkett wird derzeit darüber spekuliert, dass der Synaptics FS9100 Optical Fingerprint Sensor im nächsten Samsung-Flagschiffmodell zum Einsatz kommen soll. Der Sensor wurde erst im Dezember 2016 vorgestellt und galt als möglicher Kandidat für das Samsung Galaxy S8. Doch für den Einsatz im S8 hat schlicht die Zeit nicht gereicht. Marktbeobachter sind sich jedoch sicher, dass die „Touch and Display Integration“ (TDDI) und damit verbunden die Chips und Schnittstellen der nächste grosse Trend im Smartphone-Segment werden. Bereits im neuen Samsung Note, dass nach Branchenbeobachtern in der der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen soll, könnte TDDI zum Einsatz kommen und Synaptics starke Geschäfte generieren. Gemäss Schätzungen von IHS Markit soll der TDDI-Markt in den kommenden Jahren massiv wachsen. Rechnet IHS für dieses Jahr mit gut 100 Millionen TDDI-Shipments, sollen diese bis zum Jahr 2022 auf 654 Millionen Einheiten steigen. Synaptics ist eines von nur drei Unternehmen, das in diesem Markt tätig ist und bisher das einzige, das seine Technologie schon lizenziert hat.
Ob Synaptics auch beim anderen grossen Smartphonehersteller, bei Apple, zum Zug kommt, ist derzeit noch ungewiss. Zwar ist Apple bestrebt, den Home Button verschwinden zu lassen und den Touch-ID ins Display zu integrieren. Bisher deutet sich jedoch an, dass Apple an der Entwicklung einer eigenen Schnittstelle arbeitet und nicht auf einen Drittanbieter zurückgreifen will. Synaptics ist eine riskante Technologie-Wette. Aber Anleger, die ein gewisses Mass an Risiko eingehen möchten, sollten sich einige Papiere des IT-Konzerns ins Depot legen. Die langfristigen Aussichten sind unter gewissen Prämissen sehr gut. Zudem ist das Papier mit einem KGV 2018 von gerade 11.1 im Vergleich zu anderen Tech-Werten sehr attraktiv gepreist.
Konklusion:
Risikofreudige Investoren können sich einige Papiere des amerikanischen Technologiekonzerns ins Depot legen. Die Aktie ist günstig bewertet und hat langfristig gute Aussichten.