+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Swatch

Nick Hayek, CEO der Swatch Group, gab sich zuletzt betont zuversichtlich. Der Uhrenkonzern will den Umsatz in Lokalwährungen im laufenden Geschäftsjahr um 5% bis 10% steigern. Vor fünf Wochen, bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2015, stellte der CEO einen Umsatzanstieg von „deutlich über 5%“ in Aussicht. Das jüngste Business-Update des Schweizer Konzerns erlaubt aus unserer Sicht zumindest doch Fragezeichen hinter der optimistischen Sichtweise des CEO. Zwar entwickelt sich das Geschäft in den eigenen Swatch-Shops durchaus ansprechend. Aber bei den Retail-Verkäufen scheint doch ordentlich Sand im Getriebe zu sein. In Frankreich zeigen die Terroranschläge von Paris bzw. die in der Folge verschärften Einreisebedingungen nach wie vor eine sehr dämpfende Wirkung. Das Geschäft ist im Januar/Februar sehr schwach verlaufen. Auch in Deutschland weist das Geschäft eine Schwächephase auf. In Asien zeichnet sich derzeit ebenfalls keine nachhaltige Aufhellung ab. Die Schwäche auf dem wichtigen Markt in Hongkong setzt sich mehr oder weniger unvermindert fort. Auch das China-Geschäft entwickelte sich bestenfalls flach. In Ländern mit einem hohen Anteil chinesischer Touristen, wie beispielsweise in Japan, Korea, Thailand oder Australien, zogen die Geschäfte hingegen an. Swatch-CEO Hayek sieht in der gegenwärtigen Situation Parallelen zu den Krisenjahren 2003 und 2009, als der Uhrenabsatz zum Teil massiv eingebrochen war. „Die Nachfrage nach Uhren wäre zwar weiterhin gut, aber die Hysterie an den Börsen macht die gute Grundstimmung kaputt“, sagte Hayek jüngst an der Bilanzmedienkonferenz. Die schlechte Stimmung führe dazu, dass sich Händler aktuell mit Bestellungen zurückhielten. Die Aktie des Uhrenherstellers hat sich im Verlauf des Jahres überraschend stabil gehalten. Auch sackte das Swatch-Papier Anfang Februar kräftig ab, seither zeigt der Titel aber eine starke Erholungsphase und liegt mittlerweile sogar mit 0.23% wieder leicht im Plus. Vor allem für langfristig orientierte Anleger ist der Titel auf dem gegenwärtigen Kursniveau ein Kauf. Die schlechten Konjunkturdaten und die damit verbundene geschäftliche Flaute sind unseres Erachtens vollends in den Aktienkurs eingepreist. Sollte sich das trübe Konjunkturbild in Asien aufhellen und die Konjunkturdelle in Amerika und Europa weniger stark ausfallen als erwartet, sollten die Verkäufe wieder anziehen – was den Aktienkurs kräftig anschieben sollte. Wir hatten die Aktie von Swatch in Ausgabe 46/2015 bei einem Kurs von CHF 337 als einen unserer Jahres-Top-Empfehlungen für 2016 bewertet. Bisher enttäuscht die Entwicklung nicht.
Konklusion:
Wir empfehlen, die Aktie des Uhrenherstellers zu kaufen. Vor allem für langfristig orientierte Anleger ist das gegenwärtige Kursniveau sehr attraktiv.