
Die jüngsten Nachrichten aus der Uhrenbranche beunruhigen uns mit Blick auf die Swatch Group zunehmend. Denn gemäss Bankkreisen scheint die Swatch-Marke Omega in der Beliebtheit bei chinesischen Käufergruppen deutlich einzubüssen – die Gruppe stellt mit 50% Umsatzanteil die grösste Käufergruppe. Dies könnte weitreichende und spürbare Folgen auf die kommenden Quartalszahlen des Uhrenkonzerns haben. Denn Omega ist unseres Wissens nach punkto Profitabilität die zweitwichtigste Marke (ca. 30% des Umsatzes und ca. 40% des EBIT) im Konzern. Ein Rückgang der Omega-Verkäufe dürfte sich entsprechend unmittelbar in der Bilanz des Unternehmens bemerkbar machen und vor allem die Profitabilität von Swatch belasten. Zu den Problemen bei Omega gesellen sich der anhaltende Preisdruck im mittleren Preissegment, die weiter bestehenden Überkapazitäten sowie die politische Entwicklung in Hongkong – jener Markt steht für gut 10% des Gruppenumsatzes. Es ist u.E. zu befürchten, dass die Margen bei Swatch weiter zurückgehen – obwohl dies aufgrund der historisch tiefen Ebit-Marge von 13.6% im Jahr 2018 von den Marktteilnehmern bisher kaum für möglich gehalten wird. Diese Fehleinschätzung könnte sich entsprechend bei der Vorlage der Jahreszahlen 2019 noch rächen. Wir stufen Swatch um gleich zwei Stufen auf „Verkaufen“ zurück. Das Kursziel taxieren wir auf CHF 210.
Konklusion:
Es wird erst noch schlechter, bevor es wieder besser wird. Die Risiken, dass sich die Profitabilität des Uhrenkonzerns verschlechtert, sind hoch. Wir stufen die Aktie um zwei Stufen auf „Verkaufen“ zurück.