
Die Schweizer Uhrenindustrie befindet sich weiter im Aufwind. Die jüngst veröffentlichten Exportzahlen für Februar wiesen ein anhaltend hohes Wachstum in Asien – vor allem in China, Hongkong, Südkorea – sowie eine sehr ansprechende Entwicklung in den USA aus. In Europa bleiben die Geschäfte hingegen gedämpft. Gesamthaft stiegen die Schweizer Uhrenexporte im Februar um 12.9%, womit sich die positive Entwicklung im Januar fortgesetzt hatte. Für März dürften die Zuwachsraten aufgrund des Basiseffekts etwas tiefer ausfallen und unserer Ansicht nach knapp unterhalb des zweistelligen Prozentwachstums zu liegen kommen. Im Märt 2017 konnte die Uhrenindustrie nach langer Zeit wieder steigende Exportzahlen ausweisen. Mit Blick auf unseren Depotwert Swatch gefällt uns vor allem die neue Strategie, mit denen der Konzern seine Produkte an den Mann bzw. an die Frau bringen will. Wir erwarten, dass sich Swatch punkto Vertrieb seiner Uhren zunehmend in Richtung Apple entwickelt und in den kommenden Jahren verstärkt auf den Direktvertrieb setzt. Die vor wenigen Wochen bekanntgegebene Zusammenarbeit mit der Alibaba-Handelsplattform Tmall ist ein wichtiger Schritt in die Richtung und zeigt, dass Swatch die Zeichen des sich verändernden Konsumverhaltens erkannt hat. Zudem hat Swatch die Wichtigkeit von regionalen Markenbotschaftern erkannt und Karry Wang – in China heisst er Wang Junkai und ist der führende Kopf der Boygroup TF Boys – vor den Karren gezurrt. Er gilt als zugkräftiger Star unter den chinesischen Millenials.
Konklusion:
Swatch eröffnen sich durch die digitalen Vertriebskanäle grosse Chancen. Bis 2023 könnten wertmässig 27% der Schweizer Uhren direkt an die Kunden verkauft werden, so Morgan Stanley. Heute sind es nur 9%.