
Ende 2016 (Ausgabe 47/2016) hatten wir die Aktie des Uhrenherstellers von „Halten“ auf „Kaufen“ heraufgestuft und unsere Kaufempfehlung wiederholt bestätigt. Nun nehmen wir die Papiere in unser Musterdepot auf. Wir sind überzeugt, dass die Aktie in den kommenden Monaten deutlich fester notieren wird. Einerseits unterschätzt der Markt unseres Erachtens das Erholungspotenzial bei Swatch. Angesichts der makroökonomischen Entwicklung in zahlreichen wichtigen Absatzmärkten rechnen wir für das zweite Halbjahr mit einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung – nach einem Plus von 1% im ersten Halbjahr erwarten wir ein organisches Wachstum zwischen 8% bis 10% in der zweiten Jahreshälfte. Vor allem der für Swatch wichtige Grosshandel (rund 70% des Umsatzes) zeigte erste, deutliche Erholungszeichen. Andererseits hat Swatch im ersten Halbjahr vergleichsweise rigoros die Kostenschraube angezogen (Personalabbau von 3%), was dem Operating Leverage zugutekommen sollte. Da sich zugleich die Rentabilität in der Produktion verbessert hat, sollten sich die Margen deutlich kräftiger erholen als erwartet wird.
Konklusion:
Die Rahmenbedingungen für Swatch haben sich in den zurückliegenden Quartalen deutlich aufgehellt. Aus unserer Sicht unterschätzen die Marktteilnehmer das Erholungspotenzial.