+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Swatch

Wir hatten die Aktie des Schweizer Uhrenherstellers in Ausgabe 47/2016 bei CHF 315.50 von „Halten“ auf „Kaufen“ heraufgestuft und diese Empfehlung in Ausgabe 10/2017 bei CHF 342.80 bestätigt. Bisher geht unsere spekulative Wette auf eine Erholung der Aktie auf. Seit unserer Erst-Kaufempfehlung liegt der Titel gut 20% im Plus – in der Spitze Anfang Mai belief sich der Gewinn sogar auf satte 30%. Wir schätzen das weitere mittelfristige Aufwärtspotenzial auf gut 20% ein, womit Investments auf dem vergleichsweise höheren Kursniveau weiter attraktiv sind. Auch wenn die jüngst veröffentlichten Exportdaten nicht gerade rosig ausfielen, so weisen sie dennoch auf eine allmähliche Stabilisierung des Uhrenmarktes hin. Unter dem Strich sank das Exportvolumen im April gegenüber der Vorjahresperiode nominal um 5.7% auf CHF 1.53 Milliarden, real waren es gar -6.8%. Arbeitstagbereinigt – der April zählte 2017 drei Arbeitstage weniger als im gleichen Vorjahresmonat – resultierte dagegen lediglich ein nominaler Rückgang von 1.9% und real waren es gar 0.4% mehr, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Im ersten Quartal 2017 hatte die Branche noch deutlich grössere Einbussen wegstecken müssen. Vor allem in China zog zuletzt die Nachfrage wieder kräftig um 39% auf CHF 125 Millionen an. Die Exporte ins britische Königreich stiegen dank der günstigen Wechselkurse um 30%. Schwach blieb dagegen die Entwicklung in Hongkong (-17% auf CHF 181 Millionen) und den USA (-19% auf CHF 156 Millionen). Insgesamt sind die Zahlen zwar kein Grund für übermässige Freude, aber sie bestätigen zumindest den Verbesserungstrend der vorangegangenen Monate. Allerdings wird die Erholung nur langsam vor sich gehen und den Markt nicht in der Breite erfassen. Der kometenhafte Aufstieg der Branche in den zurückliegenden zehn bis 20 Jahren wird sich unseres Erachtens nicht wiederholen. Einerseits ist der Markt vielerorts gesättigt und die Uhr hat als Statussymbol an Zugkraft verloren. Zum anderen fehlt es der Industrie an Innovationswillen – es ist schon bezeichnend, dass die letzte grosse Innovation in Form der Smartwatches von der IT-Industrie am Markt durchgesetzt wurde. Wir sind jedoch überzeugt, dass Swatch die richtigen Stellschrauben angezogen hat, um in diesem widrigen Umfeld erfolgreich bestehen zu können. Allen voran dürfte die chinesische Mittelschicht die Verkäufe wieder nach oben hieven. Dort profitiert Swatch von seinem breiten Preisspektrum.  Vor allem punkto Margenentwicklung rechnen wir für das laufende Jahr – dank der strikten Kostenkontrolle – mit einem Sprung nach oben. Wir erwarten nach einer Ebit-Marge von 10.7% im vergangenen Jahr einen Anstieg auf über 16%.
Konklusion:
Wir bestätigen unsere Kauf-Empfehlung für die Valoren des Schweizer Uhrenherstellers. Vor allem bei der Marge sollte Swatch in diesem Jahr einen grossen Satz machen können.