
Unser Depotwert hat mit den jüngst vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal 2017 überzeugt. Zwar fiel der Umsatz um gut 3.7% auf CHF 460 Millionen, was vor allem auf die Senkung der Durchleitungsgebühren im Mobilfunknetz zurückzuführen ist. Bereinigt um diesen Effekt wäre der Umsatz nur um gut 1.2% gesunken. Beim Ebitda erzielte der Telekom-Konzern CHF 158 Millionen, was 2.6% über der Konsensprognose der Analysten lag. Unter dem Strich konnte Sunrise einen Gewinnsprung (nach neun Monaten) von CHF 39 Millionen im Vorjahr auf CHF 481 Millionen verbuchen. Grund dafür ist der Verkauf von über 2‘200 Antennenmasten an die spanische Firma Cellnex, der gut CHF 420 Millionen in die Kasse spülte. Aus unserer Sicht ist erfreulich, dass Sunrise damit vor allem die Schulden markant von CHF 1.7 Milliarden zur Jahresmitte auf CHF 1.15 Milliarden gesenkt hat. Damit fiel die Schulden-Ebitda-Quote von 2.8x auf 2.0x. Auch auf operativer Eben hinterliess Sunrise einen soliden Eindruck. Gut 27‘000 neue Postpaid-Mobilfunkkunden konnte Sunrise gewinnen, was wir vor allem auf das Bündelangebot „Sunrise One“ zurückführen. Die hohe Akzeptanz des Angebots widerspiegelt sich auch bei der Zahl neu gewonnener Internet-TV-Kunden. Ihre Zahl stieg um starke 13‘300, womit die Erwartungen der Analysten von gut 7‘500 neuen Abonnenten deutlich geschlagen wurden. Mit Blick auf das Gesamtjahr erwartet Sunrise einen Umsatz von CHF 1.82 Milliarden bis CHF 1.86 Milliarden (Konsens: CHF 1‘843 Milliarden) und ein Ebitda zwischen CHF 592 Millionen bis CHF 602 Millionen (CHF 593 Millionen).
Konklusion:
Sunrise hinterlässt einen sehr soliden Eindruck. Wir schätzen, dass die Analysten ihre Prognosen nach oben revidieren, was den Aktienkurs antreiben sollte.