
Unser Depotwert hat beeindruckende Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt. Die Erlöse wuchsen gesamthaft um 21% auf CHF 1.11 Milliarden. Auf organischer Ebene, ohne Übernahmen und Währungseffekte, ergab sich im Gesamtjahr ein Umsatzplus von 16%, was bedeutet, dass Straumann in der zweiten Jahreshälfte das Wachstumstempo gegenüber dem ersten Semester 2017 nochmals auf starke 18% beschleunigen konnte. Damit wuchs das Dentaltechnik-Unternehmen schneller als der Gesamtmarkt. Der operative Gewinn auf Stufe Ebit konnte trotz Investitionen in neue Märkte und die Produktionskapazitäten um satte 35% auf CHF 284 Millionen wachsen, womit sich die entsprechende Marge von 24.8% im Vorjahr auf 25.5% verbesserte. Die Dividende soll von CHF 4.25 auf CHF 4.75 pro Anteilsschein erhöht werden. Mit Blick auf das laufende Jahr gab sich das Management verhalten optimistisch. Der Start ins Jahr 2018 sei gut gewesen und liege im Rahmen der Guidance, so die Konzernführung. Für das Gesamtjahr rechnet Straumann mit einem Umsatzwachstum von 10% bis 15%. Die Ebit-Marge dürfte 2018 auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren, da Straumann die Investitionen in die Produktionskapazitäten auch im Jahr 2018 hochhält. Die Zahlen für das Jahr 2017 überraschen positiv. Der Ausblick mag vor diesem Hintergrund auf den ersten Blick leicht enttäuschen. Das Management von Straumann tendiert jedoch dazu, die Messlatte zu Beginn eines Geschäftsjahres tief zu halten. Wir gehen davon aus, dass Straumann das hohe Umsatzwachstum des Jahres 2017 in etwa beibehalten kann.
Konklusion:
Auf dem aktuellen Kursniveau erscheinen uns die Wachstumsaussichten vollständig eingepreist. Investierte Anleger halten die Aktie.