+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Straumann

Der Zahnimplantathersteller hat überzeugende Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt und geht mit Ambitionen ins Jahr 2017. Einzig die für 2016 vorgeschlagene Dividende von CHF 4.25 enttäuscht auf den ersten Blick – auf dem Börsenparkett hatte man für das vergangene Geschäftsjahr im Schnitt mit einer Ausschüttung von CHF 4.50 pro Anteilsschein gerechnet. Angesichts dessen und in Anbetracht der Tatsache, dass die Aktie in den vergangenen Jahren exzellent gelaufen ist (2014 bis heute: +114%%) überraschte es wenig, dass die Aktie zunächst tauchte und Anleger ihre Gewinne mitnahmen. Aus unserer Sicht ein Fehler, denn das Papier dürfte den Aktionären in den nächsten Monaten noch reichlich Freude machen. Nach unserer Interpretation erwartet Straumann im laufenden Jahr ein organisches Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und somit in etwa auf dem Wachstumsniveau des Gesamtmarktes. Analysten rechnen mit einem Plus von 9% im Gesamtjahr 2017. Wir erachten diese Prognose als zu konservativ und halten ein organisches Umsatzwachstum zwischen 10% bis 11% für realistischer. Denn im laufenden Jahr wird Straumann eine Reihe neuer Produkte auf den Markt bringen, wie zum Beispiel ein zweiteiliges Keramik-Implantat, die das Erlöswachstum nochmals beschleunigen und auf das von uns prognostizierte Niveau hieven sollte. Entsprechend ist die Wachstumsstory, welche die Aktie über lange Zeit getragen hatte, noch nicht vorbei. Im Gegenteil: Unseres Erachtens wird Straumann vor allem in den Schwellenländern weiter überdurchschnittlich stark wachsen. Im vierten Quartal 2016 konnte der Zahnimplantathersteller in Asien organisch um 20.5% und in Lateinamerika um 15% zulegen. Die Vorzeichen, dass Straumann in diesen Regionen in einem ähnlich hohen Tempo weiter wachsen kann, sind gut. Es wird sich mehr und mehr auszahlen, dass Straumann vor Jahren den Schritt weg vom reinen Premium-Anbieter hin zu einem die gesamten Preisklassen umfassenden Implantathersteller wagte. Auch wenn die Margen in diesem Segment traditionell tiefer sind, so bietet das Feld noch reichlich Wachstumspotenzial für Straumann, oder wie Konzernchef Marco Gadola sagte: Man habe im Billigsegment „erst an der Oberfläche gekratzt“. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren auch stärker jene Felder bearbeitet, die bisher bei Straumann etwas brachlagen, wie z.B. Biomaterialien, Prothesen und der Service für Dentallabore.
Konklusion:
Die Aktie von Straumann mag auf den ersten Blick nicht mehr ganz billig sein. Doch die anhaltende Wachstumsfantasie relativiert dies. Wir empfehlen, die Aktie zu kaufen.