
Was lange währt, wird endlich gut. Im Oktober 2019 gab es die erste Ankündigung, dass die beiden Autokonzerne PSA und FiatChrysler eine Fusion anstreben möchten. Am vergangenen Samstag konnte dann endlich Verzug gemeldet werden. Seit Montag, 18. Januar, wird der neue transatlantische Autokonzern „Stellantis“ an der Börse in Mailand und Paris gehandelt. Vor der Corona-Krise setzten FCA und PSA zusammen mehr als acht Millionen Fahrzeuge ab und erzielten einen Jahresumsatz von kumuliert knapp EUR 170 Milliarden. Damit spielt der Konzern in einer Liga mit Toyota und Volkswagen. Aber wir sehen Stellantis im direkten Vergleich deutlich schwächer aufgestellt. Zwar verfügt der neue Konzern über eine hohe Verkaufszahl, eine breite Angebotspalette und eine starke Position auf dem europäischen und amerikanischen Automarkt. Aber auf dem asiatischen Markt waren bisher weder PSA noch FiatChrysler sonderlich erfolgreich. Ob Stellantis diese Schwäche ausmerzen kann, erscheint uns fraglich. Einerseits haben sich vor allem die deutschen Autobauer in China bereits eine sehr treue Kundschaft aufgebaut. Andererseits führen vor allem die chinesischen Autobauer längst kein Mauerblümchen-Dasein mehr, sondern haben sich vielerorts einen Namen gemacht. Stellantis wird es schwer haben, in die Phalanx einzubrechen. Darüber hinaus orten wir bei Stellantis deutliche Schwächen im Elektroautogeschäft. Wir fürchten, dass der transatlantische Konzern mit Blick auf das zukunftsträchtige Geschäft den Anschluss bereits verpasst hat.
Konklusion:
Wir sehen bei Stellantis eine Vielzahl von Baustellen, die in den kommenden Jahren bearbeitet werden müssen. Entsprechend ziehen wir Investments in VW, Daimler, BMW und GM vor.