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Jahr 2022

Starbucks

Obwohl die Coronakrise noch längst nicht ausgestanden ist, gab sich Starbucks-CEO Kevin Johnson am jüngsten Investorentag aggressiv optimistisch. Seine zentrale Aussage: Die Krise werde den Wachstumskurs des Unternehmens nur temporär unterbrechen. Danach werde der Konzern zu alter Wachstumskraft zurückfinden und mitunter sogar noch eine Schippe drauflegen können. Zur Erinnerung: Während der ersten Lockdown-Phase implodierten die Erlöse um rund 40%. Doch die Entwicklung in China macht dem Konzernchef offensichtlich Mut. Starbucks erwartet, dass sich das dortige Geschäft vollkommen von den Rückschlägen erholt – eine Blaupause für den Rest der Welt. Bereits bis Ende September 2021 sollen die Erträge bereits wieder das 2019er-Niveau erreichen – vielleicht sogar etwas mehr, wie Johnson durchblicken liess. Dabei will Starbucks die Lücke füllen, welche die Coronakrise in der Gastroszene aller Wahrscheinlichkeit nach hinterlassen wird. Allein in den USA sollen gut 2‘000 kleinere Coffeeshops für immer ihre Tore schliessen. Bis zum Jahr 2030 will Starbucks die Anzahl der Shops von gegenwärtig gut 33‘000 auf dann 50‘000 massiv erhöhen. In den USA wird dies eine Mischung aus neuen Ladenformaten und -erlebnissen umfassen, darunter Drive-Thru, Starbucks Pickup und Pickup am Bordstein. Auch auf dem wichtigen chinesischen Markt gibt Starbucks Gas. Kommendes Jahr soll die Filialanzahl um etwa 600 Standorte ausgebaut werden. Entsprechend bullish ist CEO Johnson. Es gäbe Signale, die darauf hinweisen, so der Chef, dass Starbucks deutlich schneller wachse als der Gesamtmarkt, was bedeute, dass der Konzern deutliche Marktanteilsgewinne verbuchen werde. Darüber hinaus forciert der Konzern seine Digitalisierungsstrategie. Die Gäste erwartet künftig ein personalisierteres digitales Erlebnis – ermöglicht durch Starbucks KI-Initiative (Künstliche Intelligenz) namens Deep Brew – zugeschnitten auf ihren Wohnort und ihre Bestellung. Wir sind überzeugt, dass sich das aggressive Auftreten des Unternehmens auszahlen wird. Die Kaffeehauskette hat das Potenzial, als einer der wenigen grossen Konsumgüter-Produzenten langfristig mehr als 10% pro Jahr zu wachsen.

Konklusion:
Uns gefällt das aggressive Auftreten des Konzerns – statt zu lamentieren, versucht Starbucks die Krise für sich zu nutzen. Die Aktie bleibt für langfristig orientierte Anleger ein klarer Kauf!