+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Starbucks

Wir hatten die Aktie der amerikanischen Kaffeehauskette in diesem Jahr zweimal auf dem Radar. In Ausgabe 19/2018 stuften wir die Aktie infolge der sich damals abzeichnenden aggressiven China-Expansion auf „Kaufen“, wobei wir aufgrund des damals eher beschränkt erscheinenden Kurspotenzials keinen unmittelbaren Handlungszwang sahen. Als der Konzern dann Ende Juni mit einer verdeckten Umsatz- und Gewinnwarnung zum dritten Quartal für einen Kurseinbruch sorgte, sahen wir eine gute Gelegenheit, um bei USD 50.38 in die Aktie einzusteigen (Ausgabe 23/2018). Bis Anfang November dieses Jahres erholte sich die Aktie wie erwartet und verbuchte gegenüber unserem Empfehlungsniveau Ende Juni ein Kursplus von gut 15%. Überzeugende Quartalszahlen (Starbucks konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen der Analysten übertreffen) sorgten Anfang November dann für einen Kurssprung von USD 58 auf über USD 68 – ein Niveau, dass die Aktie auch während der jüngsten Marktverwerfungen verteidigen konnte. Auch wenn die Aktie auf kurze bis mittlere Sicht ihr Aufwärtspotenzial ausgereizt haben dürfte, bleiben wir auf langfristige Sicht für die Kaffeehauskette optimistisch. Der disruptive E-Commerce-Trend, der die klassische Detailhandelsbranche derzeit im Mark erschüttert, ist für Starbucks – Stand heute – keine Gefahr. Vielmehr gehört Starbucks zu jenen Unternehmen, welche die Chancen der Digitalisierung für ihre Branche erkannt hat. Starbucks setzt sogar Massstäbe in Sachen Digitalisierungsstrategie. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Tech-Konzern Alibaba hilft dem amerikanischen Konzern, eine neue Online-Offline-Strategie zu entwickeln und umzusetzen. „New Retail“ lautet das Zauberwort der Stunde. Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Starbucks und Alibaba wollen sich eng verzahnen, so dass über die Online-Shopping-Seite der Chinesen Kaffee verkauft wird, der dann über den Food-Delivery-Dienst ausgeliefert wird. Eine weitere tragende Rolle spielen die sog. „Starbucks Delivery Kitchens“. Bis zu 600 solcher Kitchens sollen in den Hema-Supermärkten, die ebenfalls zu Alibaba gehören, in den kommenden Jahren entstehen. Sie sollen die Belieferung der umliegenden Gebiete sichern. Darüber hinaus wird Starbucks auch in der Offline-Welt in China weiter stark expandieren. Allein in diesem Jahr dürften 600 neue Starbucks-Läden eröffnet werden. Die Zahlen für das zurückliegende Quartal verdeutlichen, dass Starbucks in China/Asien auf einer regelrechten Goldgrube sitzt. Der Konzern erzielte in Asien einen Umsatzzuwachs von 41% auf USD 1.21 Milliarden Dollar. Die operativen Gewinne legten um 15% zu.

Konklusion:
Auf kurze bis mittlere Sicht dürfte die Aktie ihr Aufwärtspotenzial ausgereizt haben. Langfristig eröffnet die aggressive China- und Digitalstrategie neues Wachstumspotenzial.