
Beim US-Telekom-Konzern werden derzeit alle Optionen geprüft, wie das Unternehmen seine Zukunft gestalten will. Derzeit laufen exklusive Verhandlungen mit den Kabelfirmen Charter Communications und Comcast – im Kern geht es darum, klassischen TV-Content über das Mobilfunknetz zugänglich zu machen. Amerikanische Branchenbeobachter erwarten, dass der US-Mobilfunkmarkt, der in den letzten Jahren von einem harten Preiskampf geprägt war und nur wenig Wachstumsfantasie bot, nun in Bewegung kommen könnte. Eine Sichtweise, die anscheinend auch die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway und der Medienkonzern Liberty Media vertreten. Beide Unternehmen scheinen an einem Einstieg in den viertgrössten US-Mobilfunkkonzern interessiert zu sein. Ein Engagement zwischen USD 10 Milliarden bis USD 20 Milliarden steht im Raum. Kurzfristig könnte dies dem Aktienkurs zwar Rückenwind geben. Mittelfristig muss Sprint jedoch seine Hausaufgaben machen und die Kosten signifikant senken – ein Vorhaben, an dem das Unternehmen bisher gescheitert ist.
Konklusion:
Grundsätzlich erscheinen uns Kooperationen zwischen Mobilfunk- und Medienkonzernen langfristig sehr interessant. Bei Sprint überwiegen aber die negativen fundamentalen Fakten.