
Aus Schaden wird man klug, heisst ein bekanntes Sprichwort. Anscheinend hat man davon in der Konzernzentrale von Snap, der Betreibergesellschaft des Instant-Messaging-Dienstes Snapchat, noch nichts gehört. Denn der Konzern hält an der Idee einer Kamera-Brille unbeirrt fest. Die neuen „Spectacles“ sollen Fotos und Videos in besserer Qualität aufnehmen und Daten schneller ans Smartphone übertragen als die erste Version. Zudem soll die neue Kamera-Brillen-Generation wasserdicht sein. Der erste Versuch, eine solche Brille am Massenmarkt zu platzieren, scheiterte kläglich. Nur gut 220‘000 Brillen konnte der Konzern verkaufen, die meisten dürften schnell in den Schubladen der Käufer verschwunden sein. Mittlerweile sind sie komplett aus dem Alltag verschwunden. Das Abenteuer war für Snap ein teurer Spass. Snap musste rund USD 40 Millionen auf nicht verkaufte Brillen abschreiben.
Konklusion:
Dass Snap erneut eine Kamera-Brille lancieren will, zeugt vor allem von einem: Die Ideenlosigkeit, wie man neue Kunden gewinnen will, um gegen Wettbewerber Instagram bestehen zu können. Verkaufen!