+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

SMI

Grössere Korrektur erscheint derzeit unwahrscheinlich
Die anhaltende Sektorrotation der Anleger in Richtung zyklischer Werte und die Anschläge auf zwei Ölproduktionsstätten in Saudi-Arabien haben den Swiss Market Index jüngst etwas zurückgeworfen. Nachdem der Index kurz vor Wochenschluss nochmals in die Nähe des jüngst markierten Allzeithochs (intraday) bei 10‘140 Punkten kletterte, sackten die Kurse daraufhin um mehr als 140 Punkte merklich ab.
Sowohl der MACD- als auch der Stochastik-Indikator signalisieren nach der starken Kursperformance nun erste Anzeichen einer kleineren Korrektur. Beide statistischen Masszahlen haben zuletzt erste leichte Verkaufssignale ausgebildet. Allerdings erscheint uns das Korrekturpotenzial insgesamt beschränkt. Einerseits notiert der Relative Stärke Index mit aktuell gerade 53 Zählern weit von besorgniserregenden Niveaus entfernt. Erst bei RSI-Ständen von 70 und mehr Zählern wäre per Definition eine grössere Korrektur wahrscheinlich. Andererseits hat der Markt in den vergangenen Wochen einen neuen Aufwärtstrendkanal ausgebildet, welche die weitere Entwicklung des Swiss Market Index in den kommenden Wochen flankieren sollte.

Unsere Marktprognosen
Die moderaten Kursverluste in den vergangenen Handelstagen sollten Anleger nicht weiter verunsichern. Insgesamt hellt sich die Stimmung der Anleger deutlich auf, was vor allem zyklischen Aktien derzeit zugutekommt. Der steigende Risikoappetit der Investoren sollte den Schweizer Aktienmarkt in der Breite anstacheln. Dass der SMI dennoch verliert, ist vor allem auf die Indexschwergewichte wie Novartis zurückzuführen. Anleger reduzieren derzeit Titel, die seit dem Jahreswechsel 2018/19 gut gelaufen sind und greifen bei Papieren zu, die sich im bisherigen Jahresverlauf eher schwach entwickelten. D.h., dass derzeit vor allem defensive Aktien auf den Verkaufszetteln stehen. Wir agieren derzeit mit engen Gewinnsicherungen, was vor allem bei Novartis dazu führen könnte, dass wir den Titel verkaufen „müssen“.

Konklusion:
Die „Laggards“, die Nachzügler, stehen derzeit bei den Investoren hoch im Kurs. Defensive Werte wie Novartis werden aktuell dagegen stärker verkauft.