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Sky

Die Übernahme durch den amerikanischen Medienkonzern 21st Century Fox könnte länger dauern, als bisher erwartet wird. Die britischen Behörden wollen den Deal nicht nur genau unter die Lupe nehmen, sondern frühestens nach den Sommerferien die Untersuchungen einleiten. Damit könnte sich die Übernahme noch bis ins Jahr 2018 hinziehen. Bereits im Jahr 2011 hatte das Medienimperium von Rupert Murdoch einen Versuch zur Übernahme des Medienkonzerns gestartet. Damals liess ein Abhörskandal bei der zu seinem Medien-Imperium gehörenden Sonntagszeitung „News of the World“ den Plan scheitern. Entsprechend penibel dürften die britischen Aufsichtsbehörden den Deal diesmal prüfen. Mit Blick auf Sky scheinen die Aktionäre von der möglichen zeitlichen Verzögerung unbeeindruckt. Vielmehr interessiert derzeit noch der Geschäftsgang des Bezahlfernsehsenders. Die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2016/2017 dürften Licht und Schatten vorweisen. Einerseits rechnen wir damit, dass Sky ein Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielt hat. Vor allem Preisanhebungen und der Start von Sky Mobile dürften zu diesem Wachstum beitragen. Andererseits rechnen wir mit einem deutlich schwächeren Ebit. Vor allem die hohen Kosten für die Übertragungsrechte der englischen Premier League (Fussball; GBP 630 Millionen p.a.) und der Start von Sky Mobile (GBP 70 Millionen) dürften belasten.
Konklusion:
Sky steckt Unsummen in die Übertragungsrechte europäischer Fussballligen. Wir zweifeln, dass sich dies rechnet. Die Zahlungsbereitschaft für Live-Sport-Events wird überschätzt.