
Während Gold in Zeiten der Coronakrise seinem Ruf als sicherer Hafen mehrheitlich gerecht wird, ist der kleine Bruder Silber deutlich stärker unter die Räder gekommen. Selbst an Tagen, an denen der Goldpreis steigt, bewegt sich der Silberpreis trotz der engen Verbindung zum Gold, eher im Gleichklang mit dem Aktienmarkt. Am Markt wird spekuliert, dass die Silbernachfrage seitens der Industrie in Folge der Coronakrise deutlich zurückgegangen ist bzw. zurückgehen wird. Ein Grossteil der Nachfrage kommt dabei aus China. Unseres Erachtens erscheint ein kurzfristiger Nachfrageeinbruch wahrscheinlich, womit die gegenwärtige Schwächephase des Silberpreises gerechtfertigt ist. Allerdings zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass solche kurzfris-tigen Nachfragerückschläge schnell wieder wettgemacht werden. Um die Lagerbestände wieder aufzufüllen, dürfte die Nachfrage in den kommenden Wochen und Monaten in die Höhe schnellen und den Silberpreis antreiben. Damit kommen wir zum Punkt: Niemand kann seriös beantworten, wie lange das Virus die Märkte noch in Schach hält. Vor diesem Hintergrund raten wir von Silber ab!
Konklusion:
Der Silberpreis ist stark unter die Räder gekommen. Verliert die Coronakrise an Dynamik, dürfte der Preis wieder anziehen. Im Moment erscheint uns eine solche Wette aber noch verfrüht!