
Unser Depotwert dürfte mit den jüngst vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 auch die letzten Kritiker besänftigt haben. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um 9%, organisch belief sich das Umsatzplus auf 7%. Der Auftragseingang kletterte um 10% und lag mit EUR 21 Milliarden 5.5% über den Erwartungen. Die Marge im Industriegeschäft verbesserte sich um 130 Basispunkte auf 10.8%. Der Nettogewinn belief sich auf EUR 1.37 Milliarden, was rund 18% über der Konsensschätzung der Analysten lag. Insgesamt konnten acht der neun Konzernsparten die Margenziele erreichen bzw. sogar übersteigen. Kein Wunder also, dass Siemens-Chef Joe Kaeser die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2015/16 deutlich nach oben korrigierte. Ging Siemens bisher von einem Gewinn von EUR 6.00 bis EUR 6.40 pro Aktie aus, rechnet man in der Münchner Konzernzentrale neu mit einem Gewinn von EUR 6.50 bis EUR 6.70 pro Anteilsschein. Wir gehen davon aus, dass sich Siemens auch im kommenden Geschäftsjahr weiter positiv entwickeln wird. Auf Stufe Ebit rechnen wir für 2016/17 mit einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, der Ertrag pro Aktie dürfte im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Auf der Grundlage unserer Prognose ergibt sich ein KGV 2017 von unter 14. Die Aktie des deutschen Industriekonzerns ist attraktiv gepreist und bietet unserer Ansicht nach noch reichlich Luft nach oben.
Konklusion:
Investierte Anleger sollten die Aktie des deutschen Industriekonzerns halten. Das Papier hat noch reichlich Luft nach oben. Unser 12-Monatskursziel liegt bei EUR 115.