+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Shimano

Wir hatten zu Beginn der Pandemie (Ausgabe 12/2020) vor einem rabenschwarzen Jahr für den Hersteller von Fahrrad-Komponenten gewarnt. Die Ende April vorgelegten Q1-Zahlen gaben uns vorderhand recht: Sowohl Umsatz als auch Gewinn waren markant rückläufig. Dennoch stieg die Aktie seit dem Tief Mitte März zunächst konstant und Anfang Mai dann explosionsartig auf EUR 176 an. Anleger setzen darauf, dass der unerwartete Velo-Boom, welcher sich während des Lockdown in Europa manifestierte, nachhaltig sein wird. Vor allem in den französischen Metropolen steigen die Menschen um – von ÖV aufs Velo, um sich dem Risiko einer Sars-Cov-2-Infektion in Bus und Bahn zu entziehen. Shimano berichtete jüngst von einer deutlich anziehenden Nachfrage rund um den Globus. Die langfristigen Wachstumsperspektiven sind gut, aber nicht herausragend. Analysten rechnen mit einem durchschnittlichen Wachstum von jährlich 3.5% bis 2027.

Konklusion:
Wir lagen mit unserer negativen Sicht auf den japanischen Velo-Komponentenhersteller falsch. 2020 wird zwar kein herausragendes, aber auch kein katastrophales Jahr. Käufe drängen sich nach der jüngsten Kursexplosion derzeit nicht mehr auf.