
Noch hat sich die Aktie des Softwareherstellers nicht vom Gewinnwarnungsschock im Oktober 2020 erholt. Die vor wenigen Tagen vorgelegten vorläufigen Zahlen für das Schlussquartal 2020 dürfte aber zumindest ein wenig Vertrauen wieder hergestellt haben. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag zwischen Oktober und Ende Dezember mit EUR 2.77 Milliarden nur rund 3% unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz sank um 6% auf EUR 7.54 Milliarden. Man hatte Schlimmeres erwartet. Allerdings kann von einem spürbaren Aufwind keine Rede sein. Denn die Krise wird den SAP-Konzern auch 2021 begleiten. Die Walldörfer erwarten für das laufende Geschäftsjahr, dass die Erlöse mit dem Verkauf von Softwareabos und Lizenzen im Vergleich mit 2020 stagnieren oder maximal bis um währungsbereinigt 2% zulegen. Bei der schnell wachsenden Software zur Nutzung über das Internet traut sich SAP ein Wachstum von 13% bis 18% zu – immerhin. Beim bereinigten operativen Ergebnis plant das Management mit EUR 7.8 bis EUR 8.2 Milliarden, was ein Rückgang zwischen 1% und 6% wäre.
Konklusion:
Unseres Erachtens liefert SAP gegenwärtig zu wenige Argumente, um die Aktie zum Kauf zu empfehlen. Mehr als ein Übergangsjahr dürfte 2021 nicht werden.