+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2022

Salesforce

Wir hatten die Aktie des amerikanischen Cloud-Software-Spezialisten letztmals in Ausgabe 09/2018 bei USD 124.48 zum Kauf empfohlen (Erstempfehlung: Ausgabe 43/2016 bei USD 75.57). Bisher enttäuscht das Papier in keiner Weise. Nun könnte sich aber ein Paradigmenwechsel abzeichnen. Die jüngst vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal lagen im Rahmen der Analystenerwartungen. Die Erlöse wurden um 27% auf gut USD 3.28 Milliarden gesteigert. Der Nettogewinn stieg von USD 46 Millionen in der Vorjahresperiode auf USD 299 Millionen oder USD 0.71 pro Anteilsschein. Vor allem die stark wachsende Kostenbelastung wird – auch aus Analystensicht – ein immer grösser werdendes Problem. Im zweiten Quartal zogen die Kosten von USD 1.15 Milliarden im Vorjahr auf USD 1.5 Milliarden an. Und Besserung ist diesbezüglich kurz- bis mittelfristig nicht in Sicht, wie der Ausblick auf das dritte Quartal deutlich macht. Salesforce rechnet nur mit einem Gewinn pro Aktie zwischen USD 0.49 bis USD 0.50. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit einem Gewinn von USD 0.54 pro Aktie gerechnet. Im schwachen Ausblick drückt sich vor allem die USD 6.5 Milliarden teure Übernahme von Mulesoft aus. Wir sehen den Paradigmenwechsel vor allem auf Seiten der Analysten und Anleger. Denn die Frage, wann Salesforce das hohe Wachstum endlich auch in ein starkes und nachhaltiges Gewinnwachstum ummünzen kann, wird immer lauter. Bisher war das Management des Unternehmens bereit, einen hohen Preis für das eindrückliche Wachstum in den vergangenen Jahren zu zahlen. Nun aber werden Forderungen laut, dass sich das Management endlich auch um die Profitabilität des Unternehmens kümmern solle. Zur Verdeutlichung: Die operative Marge lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 2.25%. Wettbewerber SAP erzielte eine operative Marge von satten 20.8%. Zwar konnte Salesforce die Masszahl im jüngst abgelaufenen Quartal auf 3.5% ausweiten. Aber stürmischen Applaus kann diese Verbesserung auch nicht auslösen. Im Analystengespräch gelobte die Konzernführung zwar Besserung – wirklich konkret wurde das Management jedoch nicht. Wir sind davon überzeugt, dass Salesforce auch in den kommenden Quartalen das hohe Wachstumstempo halten kann. Allerdings muss das Management beweisen, dass sich dessen Fokus mehr und mehr auf die Profitabilität des Unternehmens ausweitet. Angesichts dessen halten wir vorerst an unserer Kauf-Empfehlung fest, orten zugleich jedoch erhöhte Kursrisiken. Die Margenentwicklung dürfte in den kommenden Quartalen immer stärker im Zentrum des Anlegerinteresses stehen.
Konklusion:
Salesforce wächst weiter sehr dynamisch. Nun muss das Management punkto Margenentwicklung aber einen deutlichen Schritt vorwärts machen. Die Aktie bleibt noch ein Kauf.