
Die drei umsatzstärksten, aber in die Jahre gekommenen Medikamente, Mabthera/Rituxan, Herceptin und Avastin haben im dritten Quartal deutlich an Zugkraft verloren. Der Umsatz mit dem schon seit mehr als zehn Jahren verkauften Krebsmittel Avastin ging um 3% zurück, in den USA sogar um 9%. Auch der Absatz des anderen wichtigen Krebsmedikaments von Roche, Mabthera/Rituxan, stagnierte bzw. lag in den USA 3% unter dem Vorjahr. Diesen Rückgang konnten die neueren Produkte des Basler Pharmakonzerns nur teilweise kompensieren. Vor allem die Umsatzzahlen des erst kürzlich eingeführten Medikamentes „Tecentriq“ entwickeln sich – wenn auch noch auf sehr tiefem Niveau – ansprechend. Analysten hatten für das potenzielle Blockbuster-Medikament einen Umsatz von CHF 50 Millionen in Aussicht gestellt. Roche konnte mit dem Präparat aber bereits CHF 77 Millionen umsetzen. Wir sind zuversichtlich, dass die neueren Medikamente von Roche bald ihre volle Schlagkraft entfalten können. Zudem gefällt uns die Produkte-Pipeline des Unternehmens.
Konklusion:
Roche dürfte das Gesamtjahr im Rahmen der Erwartungen abschliessen. Wir sind überzeugt, dass Roche 2017 wieder etwas dynamischer wächst.