+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Richemont

Die Signale, die wir derzeit aus den beiden wichtigen Märkten Frankreich und Hongkong erhalten, sind alles andere als ermutigend. Das Geschäft in Frankreich, welches gut 9% des Umsatzes ausmacht, leidet unter den Anfang des Jahres eingeführten restriktiveren europäischen Visa-Regulierungen, wodurch vor allem weniger asiatische – vor allem chinesische – Touristen ins Land kommen. Zudem leidet das Geschäft nach wie vor unter den Eindrücken der Terroranschläge in Paris. Wir rechnen mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Dies ist vor allem deshalb wenig erbaulich, da Richemont in Frankreich vergleichsweise hohe Margen erzielen kann. Unter Druck steht ebenfalls das Geschäft in Hongkong, wo wir mit Rückgängen im Bereich um 20% rechnen. Die Schwäche betrifft dabei nicht nur das Uhrengeschäft, welches gut 48% des Gesamtgeschäftes ausmacht, sondern auch die Jewellery (34%). Angesichts der sich fortsetzenden Schwäche rechnen wir nicht damit, dass Richemont die Markterwartungen für das Januar-März-Quartal erfüllen kann. Im Schnitt rechnen die Börsianer mit Umsätzen in Höhe von CHF 11.206 Milliarden, einem Ebit von CHF 2.4 Millionen und einem Gewinn von CHF 3.57 pro Aktie. Wir gehen jedoch davon aus, dass selbst eine Verfehlung der Markterwartungen nicht zu einem massiven Ausverkauf des Papiers führen wird – aus unserer Sicht ist das schlechte Geschäftsumfeld mittlerweile vollumfänglich im Aktienkurs enthalten. Antizyklische Anleger greifen zu.
Konklusion:
Anleger mit einem gewissen Risiko-Appetit greifen bei Richemont zu. Der Aktienkurs preist das schlechte Geschäftsumfeld ein. Sobald sich die Lage stabilisiert, sollte das Papier stark haussieren.