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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2022

Richemont

Ein Weihnachtswunder erwarten wir für die hiesige Luxus- und Uhrenindustrie in diesem Jahr nicht. Zwar dürften die Schweizer Konsumenten nach Schätzungen der Beratungsgesellschaft EY in diesem Jahr 7% mehr Geld für ihre Weihnachtsgeschenke ausgeben. Allerdings zeigen Umfragen, dass dieses Mehr nicht für Schmuck oder in Kleidung ausgegeben wird, sondern für sogenannte Eventgeschenke wie beispielsweise Konzertkarten. Dennoch keimt in der Luxus- und Uhrenbranche nach schwierigen Jahren Hoffnung auf: 2017, so ist weitverbreitet zu hören, dürfte es weltweit wieder wesentlich besser laufen. Zumindest aber dürfte der über viele Monate anhaltende Abwärtsdruck überwunden worden sein. Die Kauflust kehrt in Asien, Europa und den USA zurück, nachdem diese infolge der globalen Wachstumsdelle im laufenden Jahr doch deutlich gelitten hatte. So orten die Analysten der UBS beispielsweise, dass die Geschäfte in China langsam wieder anziehen. Für Richemont oder Swatch sind dies gute Nachrichten – denn die chinesische Oberschicht ist schon seit längerer Zeit eine der ganz wichtigen Kundengruppen. Nach Monaten des Tiefgangs zeichnet sich in China – darauf deuten zumindest die jüngsten Konjunkturdaten hin – wieder eine Belebung an, die die Kauflust der zahlungskräftigen Kunden neu wecken dürfte. Für diese Sichtweise spricht auch der jüngste Zahlenausweis des amerikanischen Luxujuweliers Tiffanys. Der Konzern konnte im November den ersten Umsatzanstieg seit acht Quartalen vermelden, wobei vor allem in Japan und China die Absätze vergleichsweise deutlich gestiegen waren. Beim direkten Vergleich von Swatch und Richemont präferieren wir aufgrund der grösseren Diversifikation des Geschäfts Richemont – vor allem die ausgeprägtere Positionierung im Schmuckgeschäft gefällt uns. Dieses trägt gut 30% zum Umsatz und rund 50% zum Ebit bei. In Europa, einem der Hauptmärkte im Schmuckgeschäft, weist der Markt nach wie vor im Vergleich überdurchschnittliche Margen und ein ansprechendes Wachstum aus. Darüber hinaus verfügt Richemont über hohe Cash-Bestände. Aus konjunktureller Sicht scheint die Basis für eine breite Erholung im Jahr 2017 zumindest gelegt: Ein sich belebendes wirtschaftliches Umfeld führt zu höheren Ausgaben im Luxusbereich – dies zeigt die Erfahrung. Der grösste Unsicherheitsfaktor ist allerdings weiter die geopolitische Sicherheitslage. Zuletzt warnten beispielsweise die deutschen Behörden vor einer erhöhten Terrorgefahr. Die Ereignisse in Frankreich haben gezeigt, wie sensibel Konsumenten auf solche Negativ-Ereignisse reagieren.
Konklusion:
Wir empfehlen langfristig orientierten Anlegern, die Aktie von Richemont zu kaufen. Der Geschäftsmix erscheint uns im Vergleich zu Swatch wesentlich attraktiver.