
Aufgrund des hohen Engagements im Uhrensegment gehörten Swatch und Richemont 2015 zu den schlechtesten Performern in Bezug auf das organische Wachstum und die Margenentwicklung. Dennoch sollten Anleger die beiden Titel nicht gänzlich ausser Acht lassen. Wir stufen beide Aktien auf „Kaufen“, präferieren jedoch Richemont aufgrund der starken Positionierung im Schmuckgeschäft. Dieses trägt gut 30% zum Umsatz und rund 50% zum Ebit bei. In Europa, einem der Hauptmärkte im Schmuckgeschäft, lahmt das Business zwar unter den schärferen Visa-Vorschriften für Touristen von ausserhalb der europäischen Gemeinschaft bzw. des Schengen-Raums. Allerdings weist der Markt nach wie vor im Vergleich überdurchschnittliche Margen und ein ansprechendes Wachstum aus. Darüber hinaus verfügt Richemont über hohe Cash-Bestände, die gut 16% der Marktkapitalisierung ausmachen. Wir erwarten, dass der Luxusgüterhersteller dies benutzt, um die Dividende weiter in die Höhe zu schrauben bzw. Aktienrückkaufprogramme aufzulegen.
Konklusion:
Der hohe Cash-Bestand und die stärkere Ausrichtung auf das Schmuckgeschäft lassen Richemont im Vergleich zu Swatch in einem helleren Licht erscheinen. Kursziel: CHF 85!