
Dem Rüstungskonzern Rheinmetall könnten turbulente Zeiten bevorstehen. Zwar laufen die Rüstungsgeschäfte auf Hochtouren. Der Gewinn nach Steuern und den Anteilen Dritter stieg 2015 unter anderem wegen der Verbesserungen im Rüstungsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr auf mehr als den achtfachen Wert. Doch ein Joint Venture mit der südafrikanischen Denel könnte den Konzern nun in die Bredouille bringen. Über das Joint Venture „Rheinmetall Denel Munition“, an dem Rheinmetall 51% hält, betreiben die Partner in Saudi-Arabien eine Munitionsfabrik, in der u.a. Artilleriemunition und Bomben hergestellt werden bzw. hergestellt werden sollen – noch ist unklar, ob das JV die Produktion bereits aufgenommen hat. Weder Rheinmetall noch Denel geben Informationen preis. Das Problem: Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien sind in Deutschland genehmigungspflichtig. Da es sich jedoch offiziell um ein Projekt des südafrikanischen JV handelt, könnte eine formale Genehmigung durch den deutschen Sicherheitsrat nicht notwendig sein. Der Rüstungsexperte der Linksfraktion im Bundestag, Jan van Aken, fordert nun, dass der Deal zwischen Rheinmetall und Denel untersucht werden müsse. Denn sollte es etwa einen Technologietransfer von Reinmetall nach Saudi-Arabien gebe, wäre eine Zustimmung durch den Sicherheitsrat zwingend notwendig. Investments in Rüstungskonzerne sind aus Anlegersicht vor allem hinsichtlich ethischer Bedenken schwierig. Das Engagement von Rheinmetall in Saudi-Arabien dürfte die Kritiker bestärken. Operativ läuft es jedoch so gut wie lange nicht mehr!
Konklusion:
Die Welt rüstet wieder auf und treibt die Geschäfte der Rüstungskonzerne dies- und jenseits des Atlantiks an. Wir empfehlen den Sektor zum „Kauf“. Ethische Bedenken haben jedoch ihre Berechtigung!