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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2022

Renault

Mit neuem Selbstbewusstsein präsentieren sich derzeit auf dem Pariser Autosalon die beiden französischen Autobauer PSA und Renault – von der Tristesse, die noch vor wenigen Jahren das Bild bestimmte, ist nicht mehr zu sehen. „Vor drei Jahren standen wir am Rande des Bankrotts“, sagte PSA-Chef Carlos Tavares am Rande der „Mondial de l’automobile“. „Heute erreichen wir Rang vier bei den rentabelsten Herstellern der Welt.“ Tavares hat den Konzern in den vergangenen Jahren auf strenge Diät gesetzt und die Produktpalette ausgedünnt. Dabei setzt PSA auf eine Strategie, die in der Automobilbranche mittlerweile kaum noch zu finden ist. PSA setzt nicht vorrangig auf Volumenwachstum, sondern will auf Ebene der Gewinnentwicklung überzeugen. Entsprechend nimmt der Konzern nicht am zerstörerischen Preiskampf in der Branche teil – für Kunden gibt es anders als bei anderen Autoherstellenr keine grosszügigen Preisnachlässe, die letztlich auf die Marge drücken. Entsprechend überrascht es nicht, dass PSA derzeit punkto Wachstum hinter dem europäischen Gesamtmarkt zurückbleibt. Während der europäische Gesamtmarkt von Januar bis August um 7.8% wuchs, konnte PSA die Verkäufe nur um 3.2% steigern. Dennoch soll am Jahresende der Ertrag pro Aktie sowie das Ebit deutlich steigen. Völlig ungetrübt ist die Entwicklung bei PSA nicht. Zwar verkaufen sich die sog. SUVs von PSA sehr gut und dürften durch neue Modelle noch zusätzlichen Rückenwind erhalten. Aber im Premiumsegment (DC-Modelle) kommt PSA vor allem den grossen deutschen Konkurrenten noch nicht näher. Auch der französische Wettbewerber Renault hat die letzten Jahre genutzt, um sich aus der Krise zu befreien. Vor allem die internationale Produktionsausrichtung macht sich für den Konzern mehr und mehr bezahlt. So soll beispielsweise das in Indien entwickelte und dort produzierte Kleinstauto Quid in zahlreichen Schwellenländern lanciert werden. Auch die Anfangs belächelte „Billig“-Marke „Dacia“ hat mittlerweile seine Fans gefunden. Im August explodierte der Dacia-Absatz europaweit mit einem Plus von 39 Prozent zum Vorjahr. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres wuchs Renault um 12.2% sogar stärker als BMW und nur knapp weniger stark als Daimler. Auch wenn wir dem Sektor nach wie vor kritisch gegenüberstehen – der Abgasskandal ist noch immer nicht vollständig aufgearbeitet und die Schwäche auf dem US-Automarkt drückt zusätzlich auf die Stimmung – haben die Aktien von PSA und Renault mittlerweile ein Niveau erreicht, das uns sehr attraktiv erscheint. Wir ziehen derzeit Renault vor, da einerseits die Aktie auf Basis des KGV 2017 von 5.8 noch tiefer bewertet wird als jene von PSA (6.7). Zudem rechnen wir bei Renault im kommenden Jahr mit einem deutlich schnelleren Gewinnwachstum (+14%). PSA dürfte den Ertrag pro Aktie im kommenden Jahr hingegen nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern.
Konklusion:
Die beiden französischen Volumenproduzenten erscheinen uns auf dem gegenwärtigen Niveau sehr attraktiv gepreist. Allerdings bleibt das Sentiment weiter angeschlagen.