
Wir hatten die Aktie des französischen Autobauers in Ausgabe 22/2020 bei EUR 25.50 zum Kauf empfohlen. Wer damals inves-tierte und dabei blieb, kann sich jetzt über einen satten Kursgewinn freuen. Zwischenzeitlich notierte das Papier bei gut EUR 40. Allerdings bleibt das Investment spekulativ. Das Jahr 2020 war für den Konzern schlecht – auch in der zweiten Jahreshälfte, in der zahlreiche Wettbewerber ein starkes Comeback feierten, blieb die Lage bei Renault noch getrübt. Zwar fingen sich die Verkäufe etwas, aber der Umsatz sank weiter. CEO Luca De Meo macht dennoch Mut. Zwar wird 2021 ein Übergangsjahr; auch weil der Konzern wie viele andere unter den bestehenden Chip-Engpässen leidet. Danach sollte sich die Lage aber deutlich verbessern. Einerseits verschärft De Meo die Sparmassnahmen. Dem Sparziel von EUR 2 Milliarden nähert sich der Konzern deutlich schneller als erwartet. Bereits Ende 2021 könnte es erreicht sein. Andererseits will der CEO den Konzernumbau in Richtung softwaregetriebener Technologiekonzern beschleunigen.
Konklusion:
Wir halten an unserer Kauf-Empfehlung für den französischen Autobauer fest. Ab 2022 dürfte Renault ein starkes Comeback feiern.