
Die Aktie des amerikanischen Rüstungskonzerns läuft seit Jahren wie an einer Schnur gezogen. Satte 370% hat der Titel in den zurückliegenden gut fünf Jahren zugelegt. Vor allem in den letzten Monaten hat der Titel nochmals an Dynamik gewonnen – seit unserer Depotaufnahme vor wenigen Monaten liegt das Papier mittlerweile gut 40% im Plus. Die Aussichten auf weitere Kursgewinne sind trotz der starken Performance sehr gut. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, denn nach Jahren des Sparens erhöhen die Regierungen weltweit ihre Rüstungsbudgets. Die Welt ist in einem neuen Rüstungswettlauf. Mit Blick auf den Heimatmarkt USA profitiert Raytheon vom Krieg gegen den Terror im Mittleren Osten. Das Geschäft mit dem Raketenabwehrsystem „Patriot“ oder der Laser-Bomber „Paveway“ lässt beim Rüstungskonzern die Kassen klingeln. Zudem, so bekräftigte Konzernchef Thomas Kennedy vor wenigen Wochen, sind die Produkte von Raytheon auch auf globaler Ebene gefragt. Die Hochtechnologie ist verstärkt auch im Nahen Osten sowie in Nordafrika gefragt. Unsere Modelle legen nahe, dass Raytheon im laufenden Jahr den Umsatz um 5% steigern kann, womit das Management am oberen Ende des Zielkorridors von 3% bis 5% landen sollte. In Bezug auf den operativen Gewinn auf Stufe Ebit prognostizieren wir für das laufende Geschäftsjahr ein Plus von 5% und für das kommende Jahr von 8%. Darüber hinaus sollte Raytheon seine nachhaltige Dividendenstrategie fortsetzen und die Ausschüttung kontinuierlich erhöhen. Wir rechnen mit einer Dividende von USD 2.97 pro Anteilsschein.
Konklusion:
Investments in Rüstungskonzerne sind ethisch bedenklich. Die hohe Visibilität und eine nachhaltige Dividendenpolitik sind aus unserer Sicht aber klare Pluspunkte.